Viele Asse und bittere Aufgabe am Tag zwei in Australien

Auch am zweiten Tag der Australian Open in Melbourne bekamen die Zuschauer so einiges geboten. Während sich bei den Damen die Favoritinnen wie Serena Williams (6:4, 6:3 gegen Bencic), Karolin Pliskova (6:2, 6:0 gegen Sorribes Tormo), Dominika Cibulkova (7:5, 6:2 gegen Allertova), Caroline Wozniacki (6:1, 6:2 gegen Rodionova), Elena Vesnina (7:5, 6:2 gegen Bogdan), Barbora Strycova (6:3, 6:2 gegen Kulichkova) oder Johanna Konta (7:5, 6:2 gegen Flipkens) mehr oder weniger glatt in zwei Sätzen in die zweite Runde spielten, mussten andere Überstunden machen oder schieden aus – wie einmal mehr bei ihrem Heimturnier Sam Stosur. Die an Nummer 18 gesetzte Australierin gewann nach verlorenem ersten Satz (3:6) zwar Durchgang zwei mit 6:3, ging aber dann im Entscheidungssatz mit 0:6 völlig unter. Agneszka Radwanska hingegen kämpfte sich einmal mehr durch. Die Polin legte gegen Tsvetana Pironkova im ersten Satz los wie die Feuerwehr und gewann diesen mit 6:1, musste dann aber Durchgang zwei mit 4:6 ihrer immer stärker werdenden Kontrahentin abgeben. Doch die Nummer drei der Welt besann sich auf ihre Tugenden, glänzte etwa mit einem Tweener und siegte am Ende nach einer Stunde und 44 Minuten mit 6:1, 4:6 und 6:1.

Safarova wehrte neun Matchbälle ab

Die Partie Lucie Safarova gegen die Belgierin Yanina Wickmayer werden Fans, Reporter und vor allem die Kontrahentinnen selbst so schnell nicht vergessen, denn der Tschechin gelang ein wahres Meisterstück. Sie wehrte auf Show Court 3 unter anderem mit drei Assen, einem Service-Winner und drei Vorhand-Winnern nicht weniger als neun (!) Matchbälle ab und dreht das Match. Am Ende siegte Safarova nach zwei Stunden und sechs Minuten mit 3:6, 7:6 (7), 6:1.

Viele Favoriten problemlos weiter

Bei den Herren starteten sowohl Rafael Nadal (6:3, 6:4, 6:4 gegen Mayer), Novak Djokovic (6:1, 7:6, 6:2 gegen Verdasco), Milos Raonic (6:3, 6:4, 6:2 gegen Brown), als auch Dominic Thiem gegen den Deutschen Jan-Lennard Straff mit 4:6, 6:4, 6:4, 6:3 problemlos ins Turnier.

108 Asse in einem Match

Auf Court 19 bekamen die Zuschauer hingegen ein verrücktes Match, viele Asse und einen neuen Rekord bei den Australian Open zu sehen. In einem Marathon-Match von fünf Stunden und 14 Minuten setzte sich Ivo Karlovic am Ende mit 22:20 im fünften Satz gegen den Argentinier Horacio Zeballos durch. Dabei lag der Kroate bereits mit 0:2-Sätzen in Rückstand. Doch der Aufschlagriese startete die Aufholjagd, schlug am Ende 75 Asse (immerhin 33 servierte sein Gegner) und verwandelte schließlich seinen zweiten Matchball.

Routinier Haas musste aufgeben

Bitter verlief das Comeback für Tommy Haas. Der deutsche Routinier musste bei seinem Auftaktmatch gegen den Franzosen Benoite Paire beim Stand von 6:7 und 4:6 verletzungsbedingt aufgeben. Dabei zeigte der 38-Jährige, dass er durchaus mit den Jüngeren noch mithalten kann. Im ersten Satz schnupperte Haas nach Break sogar am Satzgewinn, doch Paire gelang das Rebreak und im Tiebreak ließ er den Deutschen keine Chance. Auch in Satz zwei hielt Haas lange Zeit dagegen, doch er musste sich bereits vom Physiotherapeuten behandeln lassen. Dann ging leider nichts mehr.

Foto: Sportkind

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