Mats Wilander: Ein Weltstar im Wohnwagen

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tennis-klatsch.com-Herausgeber Samuel Thurner traf für die „Krone Tennis-Legende Mats Wilander bei einem Fortbildungsseminar für Tennislehrer in Seefeld (Tirol). Wir möchten euch den Artikel nicht vorenthalten.

Er gewann sieben Grand-Slam-Titel im Einzel, einen im Doppel, triumphierte drei Mal mit Schweden im Davis-Cup und war zwischen September 1988 und Jänner 1989 für 20 Wochen die Nummer eins der Welt. In den vergangenen Jahren hat sich Tennis-Legende Mats Wilander als scharfzüngiger TV-Kommentator mit seiner eigenen Sendung „Game, Set and Mats“ auf Eurosport einen Namen gemacht und überzeugt vor allem bei den Grand-Slam-Turnieren mit seinem Fachwissen.

Von Tirols Top-Jugendlichen begeistert

Diese Kompetenz vermittelte der mittlerweile 49-jährige Schwede nun auch bei einer Trainer-Fortbildung in Seefeld und stand dabei sogar mit Tirols Top-Jugendlichen für einzelne Trainingseinheiten am Platz. „Es freut mich immer wieder solche aufstrebenden Talente zu sehen und ihnen auf dem Weg zu einer möglichen Profikarriere mit ein paar Tipps zu helfen“, erklärt Wilander im Gespräch mit der „Krone“ und ergänzt: „Es ist sehr wichtig, dass sich einzelne Tennislehrer mit Hilfe solcher Kongresse vernetzen und dabei auch von anderen Kollegen lernen können.“

Tennis-Unterricht in lokalen Clubs

Neben dem „weißen Sport“ hat Wilander, der mit seiner Ehefrau und vier Kindern in den USA lebt, allerdings noch eine weitere Leidenschaft. Er liebt es zu Campen. Drei Monate im Jahr tourt der Schwede daher im Wohnmobil durch Nordamerika und gibt in lokalen Clubs Tennis-Unterricht. „Die Idee kam mir vor ein paar Jahren in einem Trainingslager, als Teilnehmer über Stress und  hohe Kosten der verschiedenen Reisen klagten“, so der Ex-Weltranglisten-Erste, dem es nicht besonders viel ausmacht, dass in seinem Heimatland – das neben ihn auch Stars wie Björn Borg oder Stefan Edberg hervorgebracht hatte –  mittlerweile die große Tennis-Krise ausgebrochen ist. „Markus Eriksson, unser derzeit bester Spieler, ist nur die Nummer 416 der Welt. Aber das macht mir eigentlich nichts aus. Ich freue mich, wenn ich gute Tennisspieler sehe – egal aus welchem Land sie kommen.“

„Sightseeing-Tour mit Babsi Schett wäre cool“

Bei seinem ersten Tirol-Besuch hat er sich von der schönen Landschaft mitten in den Alpen leider nicht überzeugen können. „Dafür bin ich auch nicht hierher gekommen. Aber vielleicht ergibt sich einmal die Gelegenheit und meine Kommentator-Kollegin bei ,Eurosport‘, Babsi Schett, zeigt mir einige Sehenswürdigkeiten ihrer Heimat“, schmunzelt Wilander. Darauf muss er aber wohl noch einige Zeit warten, schließlich treffen sich die beiden erst einmal Mitte Jänner bei den Australian Open in Melbourne wieder…

Seite: 58-A (58-) ti   für 18.12.2013 - Status: Archiviert

Fotos: Samuel Thurner, Kronenzeitung vom 18. Dezember 2013

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