Müder Tsonga überraschend in Wien gescheitert

Jo-Wilfried Tsonga/FRA (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 22.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Die Strapazen und der Einzug ins Finale von Shanghai waren für Jo-Wilfried Tsonga nun offenbar doch zu viel. Nachdem sich der Franzose beim Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle in seinem Auftaktmatch gegen Altmeister Tommy Haas noch einmal eine Runde weiterkämpfte, merkte man dem „Tennis-Ali“ in der zweiten Runde gegen den Tschechen Lukas Rosol die Müdigkeit deutlich an. Nach einer Stunden und 36 Minuten verlor Tsonga mit 4:6, 6:3 und 1:6. „Ich habe heute einfach nicht gut genug gespielt, um dieses Match zu gewinnen“, meinte die Nummer vier des Turniers nach seiner überraschenden Niederlage.

Lukas ROSOL/CZE, (Erste Bank Open 2015), Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Leo Hagen, 22.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

David Ferrer hatte es in Runde zwei eilig

Ansonsten setzten sich am Achtelfinaltag die Favoriten durch. Der an Nummer eins gesetzte David Ferrer hatte es dabei am eiligsten. Nachdem der Spanier in seinem Auftaktmatch gegen Landsmann Albert Ramos-Vinolas bereits am Rande des Abgrunds stand, am Ende aber einen harterkämpften Dreisatzsieg feierte, fegte die Nummer acht der Welt in der zweiten Runde Landsmann Guillermo Garcia-Lopez in einer Stunde und zwei Minuten mit 6:1 und 6:1 vom Platz. „Man kann die beiden Spiele nicht miteinander vergleichen. In der ersten Runde habe ich gegen einen Linkshänder gespielt und noch keinen guten Rhythmus gehabt. Heute war das ein ganz anderes Match“, meinte Ferrer. „Ich habe gute Erinnerungen an dieses Turnier, aber in diesem Jahr beginnt alles wieder von vorne. Bis in das Finale ist es noch ein weiter Weg, dazu muss ich noch zwei Matches gewinnen. Ein Endspiel auf der ATP-Tour zu erreichen, ist nie einfach.“

David Ferrer/ESP (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 22.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Heißsporn Fognini fegt Stepanek vom Platz

Im Viertelfinale trifft Ferrer nun auf Heißsporn Fabio Fognini, gegen den er eine Bilanz von 8:0-Siegen vorzuweisen hat. Der Italiener konnte gegen den Tschechen Radek Stepanek ebenso Kraft sparen. Er setzte sich nach einer Stunde und sieben Minuten souverän mit 6:1 und 6:4 durch.

Anderson nur mit Mühe weiter

Mehr Mühe das Viertelfinale zu erreichen hatte hingegen der als Nummer zwei gesetzte Kevin Anderson. Der Südafrikaner rang den jungen Tschechen Jiri Vesely nach zwei Stunden und 25 Minuten mit 6:7 (4), 6:3 und 7:5 nieder. Dabei spitzte sich die Begegnung im Finish dramatisch zu. Vesely konnte beim Stand von 5:5 im Entscheidungssatz keinen von seinen zwei ersten Breakchancen im Match nützen, wobei er vor allem den ersten leichtfertig vergab. Anderson machte im darauffolgenden Game hingegen ein 40:15 seines Gegners wett und verwertete gleich seinen ersten Matchball zum Sieg. „Ich habe gewusst, dass es ein schwieriges Match wird. Er schlägt gut auf und spielt auch von der Grundlinie stark. Deshalb habe ich versucht, mich auf mein Service zu konzentrieren, und das habe ich ganz gut gemacht. Am Ende haben ein paar Punkte über den Ausgang entschieden, wie es bei engen Partien nun einmal so ist“, erklärte der Weltranglisten-Elfte, der es im Viertelfinale nun mit dem US-Boy Steve Johnson zu tun bekommt, der den polnischen Thiem-Bezwinger Jerzy Janowicz mit 6:4, 6:7 (7) und 6:4 bezwang.

Kevin Anderson/RSA (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 22.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Publikumsliebling Monfils ohne Probleme im Viertelfinale

Freuen dürfen sich die Zuschauer im Viertelfinale auch auf Publikumsliebling Gael Monfils. Der Franzose setzte sich souverän in einer Stunde und 16 Minuten gegen den Italiener Paolo Lorenzi mit 6:4 und 6:4 durch und trifft nun auf Tsonga-Bezwinger Rosol.

Gael Monfils/FRA (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 22.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Fotos: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer (4), e-motion/Bildagentur Zolles KG/Leo Hagen (1)

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