Murray darf ernsthaft von French Open-Titel träumen

Andy Murray (GBR)  Tennis - BMW Open - ATP -   MTTC Iphitos - Muenchen -  - Germany  - 26 April 2015.  © Juergen Hasenkopf

Ist es der Ehering am Schnürsenkel des frisch Vermählten, die Vorfreude auf das Baby von Trainerin Amélie Mauresmo oder einfach nur die neue Liebe zur roten Asche? Nachdem Andy Murray zehn Jahre lang auf seinen ersten Sandplatztitel warten musste, zählt er nach den Turniersiegen in München und Madrid innerhalb von sechs Tagen urplötzlich zu einem heißen Kandidaten auf den French Open-Titel. Dabei hatte den Schotten vor wenigen Wochen wohl kaum jemand auf den Rechnung. Doch der Weltranglisten-Dritte präsentiert sich derzeit in großartiger Verfassung auf Sand und erreichte bereits 2012 und 2014 jeweils das Halbfinale in Roland Garros – scheiterte dort allerdings äußerst glatt in drei Sätzen an Seriensieger Rafael Nadal.

Auch der Schotte selbst sieht eine Chance

Und dass es Murray diesmal in der Stadt der Liebe unbedingt wissen will, zeigt auch seine Absage vor dem Achtelfinalspiel beim ATP-Turnier in Rom. „Es liegen lange drei Wochen auf Sand hinter mir. Ich wollte nichts riskieren und brauche einfach eine Pause“, erklärte der heuer auf Sandplätzen (10:0 Siege) noch ungeschlagene Highlander vor dem Match gegen den Belgier David Goffin. Und auch er selbst ist überzeugt, das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres gewinnen zu können. „Es ist nicht unmöglich. Da ist eine Chance“, sagte der Schotte bei ESPN. Schon in den vergangenen Jahren habe er in Paris „gutes Tennis“ gespielt. „Aber ich hatte nie das Gefühl, es dort gegen die Topspieler zu schaffen. Vielleicht wird es in diesem Jahr anders.“

Hochspannung vor dem Sandplatz-Spektakel

Wenige Tage vor dem Turnierstart ist die Spannung jedenfalls groß. Denn nicht einmal die Buchmacher sind sich einig, ob „Sandplatz-König“ Nadal seinen 10. Titel holt, der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic zum ersten Mal die French Open gewinnt, Roger Federer seine Kritiker doch noch einmal verstummen lässt, einem jungen Wilden der Durchbruch gelingt – oder doch Andy Murray endgültig zum Sandplatz-Spezialisten avanciert.

Foto: Jürgen Hasenkopf / BMW Open

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