Murray gewinnt auch Marathon-Match gegen Nishikori

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Andy Murray gewinnt ganz zur Freude des britischen Publikums bei den ATP Finals in London nach dem Sieg gegen den Kroaten Marin Cilic auch sein zweites Match gegen Kei Nishikori. Doch der Schotte musste gegen den japanischen „Samurai“ härter kämpfen, als ihm wohl lieb war.

Tennis von einem anderen Stern

Nishikori, der der neuen Nummer eins der Welt bei den US Open Anfang September (!) die letzte Niederlage zufügte, brachte Murray auch in der Londoner O2-Arena an der Rand einer Niederlage. Die Zuschauer im ausverkauften Megakomplex bekamen zeitweise Tennis von einem anderen Stern geboten und einen Hot-Shot nach dem anderen serviert. So auch im Tiebreak des ersten Durchgangs: Bei Satzball Nishikori hätte dieser nur noch einen leichten Volley wegspielen müssen, doch der Japaner ging zu lasch an die 100-prozentige Chance heran. Murray brachte den Ball in höchster Not noch irgendwie zurück und machte den Punkt. Wenig später konnte der Asiate dann aber doch noch den Sack zumachen und gewann den Tiebreak mit 11:9.

Längstes Masters-Match der Geschichte

Doch dieser Satzgewinn war zu wenig für Nishikori, um den Branchenprimus im zehnten Duell zum dritten Mal zu besiegen. Denn Murray zeigte sein Kämpferherz und gewann nach drei Stunden und 20 Minuten mit 6:7 (9), 6:4, 6:4. Es war dies nicht nur das längste Best-of-three-Match in diesem Jahr, sondern das Spiel geht als das längste Match, das es je beim Masters gegeben hat, in die Geschichte ein.

Spannung vor den beiden Schlussspielen

Der zweifache Olympiasieger ist trotz seiner beiden Siege noch nicht fix im Halbfinale. Denn Stan Wawrinka wahrte seine Chance und schlug nach der Niederlage gegen Nishikori Cilic, der diesmal seine „Bade-Hose“ im Kasten ließ, in einem Tiebreak-Krimi mit 7:6 (3), 7:6 (3). Die abschließenden Begegnungen am Freitag zwischen Wawrinka und Murray sowie Nishikori gegen Cilic versprechen also noch einmal Spannung pur. Murray würde aber bereits ein Satzgewinn zum Weiterkommen reichen.

Foto: Samuel Thurner

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