Murray und Raonic schießen Dominic Thiem nach London

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Die rot-weiß-roten Tennisfans dürfen aufatmen, denn Dominic Thiem hat sich nach seiner Auftakt-Pleite beim Millionenturnier in Paris-Bercy doch noch für die ATP-Finals in der Londoner O2-Arena qualifiziert. Österreich ist damit erstmals nach Thomas Muster im Jahr 1997 wieder im Einzel beim Saisonfinale der besten acht Spieler, der inoffiziellen Tennis-Weltmeisterschaft, mit dabei.

Schützenhilfe in allerletzter Sekunde

Der Schützling von Günter Bresnik darf sich bei Milos Raonic und Andy Murray für die Schützenhilfe bedanken. Der Schotte gewann im Viertelfinale gegen Tomas Berdych, der bereits mit einem Halbfinal-Einzug Thiem im Champions Race überholt hätte, mit 7:6 (9) und 7:5. Und der Kanadier Raonic behielt nach einer Stunde und 31 Minuten gegen Jo-Wilfried Tsonga, der nur mit einer Sieg bei seinem Heimturnier das Ticket für London gelöst hätte, mit 6:2 und 7:6 (4) die Oberhand.

Berdych vergeigte sieben Satzbälle

Besonders beim Spiel zwischen Murray und Berdych dürfte Thiem nahe einem Herzinfarkt gestanden haben. Denn das Match entpuppte sich als wahrer Krimi. Der Tscheche führte im Tiebreak des ersten Satzes bereits mit 6:1, vergeigte allerdings fünf Satzbälle in Serie sowie zwei weitere Chancen um Durchgang eins zu gewinnen und gab den Satz noch aus der Hand. Im zweiten Satz gelang Murray zwar gleich zu Beginn das Break, Berdych schaffte allerdings in letzter Sekunde noch einmal das Rebreak zum 5:5-Ausgleich und brachte den Niederösterreich wohl erneut in Rage. Doch der Schützling von Goran Ivanisevic gab seinen Aufschlag mit zwei Doppelfehlern gleich im Anschluss wieder ab, musste nach exakt zwei Stunden den Platz als Verlierer verlassen und Thiem, der zeitgleich im Berliner Olympiastadion einen 3-0-Sieg der Hertha gegen Borussia Mönchengladbach erlebte, durfte jubeln.

Foto: Samuel Thurner

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