Murray verabschiedete sich in Australien mit irrem Fight

War es das? Nach heroischem Kampf verlor Andy Murray bei den Australian Open in Melbourne seine Auftaktpartie gegen den Spanier Roberto Bautista Agut in fünf Sätzen und verabschiedete sich überschwänglich mit Tränen in den Augen vor den Fans ins Down Under. Die Zuschauer trieben den Schotten, der sich zumindest zu Beginn der Partie bei über 30 Grad Hitze sichtlich mit Schmerzen über den Platz quälte zur Höchstleistung an. Bei 4:6, 4:6 glaubte wohl niemand der knapp 10.000 im Stadion, dass der „Braveheart“ das Spiel noch einmal spannend machen kann. Im Gegenteil: Viele rechneten wohl mit der Aufgabe der ehemaligen Nummer eins, die vor wenigen Tagen seinen Rücktritt bekannt gab.

Am Ende ging die Kraft aus
Doch vor den Augen von Mama Judy und Bruder Jamie holte der Brite noch einmal alles aus sich heraus. Murray gewann sensationell zwei Tiebreaks in Serie und schaffte den Satzausgleich. Doch im alles entscheidenden fünften Satz fehlte dem zweifachen Olympiasieger schlussendlich doch die Kraft. Nach etwas mehr als vier Stunden holte sich der Iberer mit 6:4, 6:4, 6:7 (5), 6:7 (4) und 6:2 den Sieg.

Sahen Australier das Karriereende?
Die Fans feierten nach dem vierstündigen Drama dennoch den Schotten wie den Sieger. Ob Murray seine Karriere bis zum Rasenklassiker in Wimbledon fortsetzen wird, bleibt ungewiss. „Vielleicht sehe ich euch alle ja wieder“, meinte er nach dem Spiel beim Platzinterview mit gebrochener Stimme. Dass dies als Spieler sein wird, glaubt wohl niemand mehr.

Foto: Samuel Thurner 

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