Nach 11 Jahren Koma: „Federer spielt noch immer?“

Roger Federer Basel Foto: Samuel Thurner

Es ist eine Geschichte, die auch ein Hollywood-Produzent nicht besser erfinden hätte können. Der Spanier Jesus Aparicio, großer Fan von Roger Federer verunglückt am 12. Dezember 2004, einen Tag nach seinem 18. Geburtstag bei einem Verkehrsunfall in Sevilla schwer. Er fällt ins Koma – 11 lange Jahre!

„Ich glaubte an einen Scherz“

Doch am 27. August, kurz vor dem US Open in New York, erwacht der heute 28-Jährige plötzlich aus dem Tiefschlaf. Dass der Schweizer, dessen grandiose Karriere der Spanier natürlich nicht mitbekommen hat, noch immer in der Weltspitze mitmischt, verblüffte Aparicio ordentlich. „Ich dachte, er hätte seine Karriere längst beendet. Als ich hörte, dass Federer mit 34 Jahren noch immer die Nummer zwei der Welt ist, habe ich geglaubt, man scherzt. Und als ich hörte, dass er 17 Grand-Slam-Titel gewonnen hat, habe ich die Hände vors Gesicht geschlagen“, erzählte Aparicio in der TV-Doku „7 Vidas“.

Djokovic ist Spanier völlig fremd

Als sich der Spanier das Finale des letzten Grand-Slam-Turnieres des Jahres anschaute, war ihm der Gegner seines Idols völlig fremd. Novak Djokovic stand, als Aparicio seinen Unfall hatte, noch ganz am Anfang seiner Karriere. „Er ist wirklich gut“, staunte der aus dem Koma Erwachte, der nun einen großen Traum hat. „Ich möchte nächstes Jahr nach Wimbledon reisen, wie ich es mit meinen Freunden eigentlich vor dem Unfall geplant habe – um dort Roger Federer zu treffen. Das wäre der Traum meines Lebens. Ich möchte ihn spielen sehen, bevor er in den Ruhestand geht“, so der Fan des Maestros.

Foto: Samuel Thurner

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