Nach Fast-Pleite in Runde eins: Kerber im Halbfinale

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Mit einem Bein saß Angelique Kerber schon im Flugzeug nach Hause. Nachdem die Norddeutsche in Sydney vor der zweiten Runde wegen Müdigkeit und Magenproblemen aufgab, stand sie in der ersten Runde der Australien Open vor dem Aus. Die beherzt aufspielende Japanerin Misaki Doi schoss Kerber die ein oder andere Filzkugel um die Ohren und erspielte sich im zweiten Satz sogar einen Matchball. Doch obwohl die Deutsche kurz zuvor nach einem Fehler beinahe ihren Schläger zertrümmerte und mit einer Handbewegung sogar schon Gleichgültigkeit andeutete, drehte „Angi“ das Match und stürmte nun sogar völlig überraschend zum ersten Mal in Melbourne ins Halbfinale.

Traumstart gegen Asarenka

Dabei musste die Kielerin im Viertelfinale ausgerechnet ihre Angstgegnerin Victoria Asarenka aus dem Weg räumen. In der Vergangenheit konnte sich nämlich in allen sechs Matchen die Weissrussin durchsetzen. Doch in der Rod-Laver-Arena erwischte die Nummer sechs der Welt einen wahren Traumstart. Nach nur wenigen Minuten lag Kerber mit 4:0 und 0:30 bei Aufschlag Asarenka in Führung. Doch die ehemalige Weltranglisten-Erste kämpfte sich zurück und hatte sogar Chancen auf den 4:4-Ausgleich, ehe Kerber den ersten Durchgang mit 6:3 für sich entscheiden konnten.

Satzbälle abgewehrt

Umgekehrtes Bild im zweiten Satz: Gleich zu Beginn nahm Azarenka der Deutschen den Aufschlag ab, breakte die Kielerin erneut und hatte bei eigenem Service beim Stand von 5:2 sogar drei Satzbälle. Doch als alles nach einem dritten Satz aussah, zeigte Kerber wie in Runde eins ihre Steh-auf-Qualitäten. Mit dem Rücken zur Wand glich sie zum 5-5 aus und gewann schließlich nach einer Stunde und 45 Minuten mit 6:3 und 7:5 das Match. „Ich kann es nicht in Worten beschreiben. Ich bin überglücklich“, strahlte Kerber beim Interview auf dem Platz über beide Ohren.

Unerwartetes Halbfinale

Und der Erfolgslauf der Deutschen kann noch weiter gehen. Im Halbfinale trifft Kerber nämlich auf die britische Überraschung mit ungarischen Wurzeln, Johanna Konta. Die Nummer 47 der Welt gewann ihr Viertelfinale gegen die chinesische Qualifikantin Shuai Zhang glatt mit 6:4 und 6:1.

Foto: twitter/Kerber (Screenshot)

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