Nach Messerattacke: Kvitova-Angreifer drohen 12 Jahre Haft

Petra Kvitova Stuttgart Foto: Samuel Thurner

Petra Kvitova hat es wieder geschafft! Nach drei Jahren Pause hat sich die Tschechin in diesem Jahr wieder frühzeitig für die WTA-Finals in Singapur qualifiziert. Dabei war der Weg zurück in die absolute Weltspitze für die zweifache Wimbledon-Siegerin lang.

Mann machte knapp 180 Euro Beute

Nach einem brutalen Überfall vor nicht einmal zwei Jahren hing ihre Karriere am seidenen Faden. In ihrer Heimatstadt Prostejov wurde die heute 28-Jährige von einem Einbrecher in ihren eigenen vier Wänden mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Es war purer Zufall, dass der Ganove sie heimgesucht hat. Mit einer Beute von nur rund 5000 tschechischen Kronen – etwa 180 Euro – machte sich der damals Unbekannte aus dem Staub. „Beim Versuch mich zu verteidigen, wurde ich an meiner linken Schlaghand verletzt. Ich bin erschüttert, aber glücklich am Leben zu sein. Die Verletzung ist ernst. Aber ihr wisst, dass ich stark bin“, schrieb die Tschechin nach der grausamen Tat via Facebook an ihre Fans. Ärzte fürchteten sogar, Finger amputieren zu müssen. Fünf Monate musste Kvitova pausieren. Doch sie kämpfte sich zurück.

Nach anonymen Hinweis festgenommen

Erst im Mai konnte die Linkshänderin aufatmen. Nach einem anonymen Hinweis wurde ein 33-Jährige festgenommen. Schon bald wird sich der Mann vor Gericht verantworten müssen. Wie ein Gerichtssprecher in der Stadt Brno am Freitag mitteilte, drohen dem mutmaßlichen Angreifer bis zu zwölf Jahren Haft.

Foto: Samuel Thurner

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