Nadal gedemütigt und von Komiker aufs Korn genommen

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Auch wenn jeder wusste, dass Rafael Nadal nach seiner Blinddarm-Operation die Spielpraxis fehlt und er wohl immer noch nicht sein bestes Tennis spielen kann, waren unter den Zuschauern in der Rod-Laver-Arena im Match zwischen dem Spanier und Tomas Berdych einige ungläubige Mienen zu finden. Einerseits waren viele vom Spektakel, das der Tscheche ablieferte erstaunt, andererseits vom Trauerspiel von Nadal überrascht. Nachdem der „Stier von Manacor“ die letzten 17 Aufeinandertreffen (21 Mal standen sich die beiden bereits gegenüber) für sich entscheiden konnte, hatte er im Viertelfinale der Australien Open nicht den Hauch einer Chance. Von Beginn an demonstrierte Berdych seine Überlegenheit, spielte offensiv und bedrängte Rafa mit perfekten Returns sowie starken Aufschlägen. Mit 6:2 holte sich der frisch verlobte Tscheche den ersten Satz relativ locker. Und es kam für Nadal und seine zahlreichen Fans auf der Tribüne noch schlimmer. Mit 6:0 wird der zweite Satz für den Spanier zum Debakel. Nadal wurde je länger die Partie dauerte immer unsicherer und wirkte gar verzweifelt. Auch die Miene von Onkel Toni auf den Rängen sprach Bände. Im dritten Satz keimte noch ein Funken Hoffnung für Nadal auf. Angetrieben von den Zuschauern konnte der Malloquiner lange Rallys für sich entscheiden und brachte die Arena zeitweise zum Toben. Doch Berdych spielte weiterhin äusserst souverän, wirkt gelassen – und kämpfte sich ins Tie-Break. In diesem war der ehemalige Branchenprimus zunächst erneut wieder komplett von der Rolle und rasch mit 1:5 in Rückstand. Zwar kämpfte sich Nadal auf 5:6 heran, doch das Match war nicht mehr zu retten. Den vierten Matchball konnte Berdych schließlich für sich entscheiden und nach über zwei Stunden mit 6:2, 6:0 und 7:6 (5) als Sieger vom Platz gehen.

Perfekte Rafa-Imitation im Frühstücksfernsehen

Während der Tscheche im Halbfinale auf Andy Murray trifft, muss Nadal die Koffer packen. Aber vielleicht zaubert die Rafa-Imitation des Komikers Elliot Loney im australischen Frühstücksfernsehen ja ein Lächeln auf Rafas Lippen und lässt die Niederlage schneller vergessen.

Foto: Samuel Thurner

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