Nadal gewinnt „Giganten-Duell“ in seinem Wohnzimmer

Es war für viele das vorweggenommene Finale! Und das 59. Duell zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal im Viertelfinale der French Open hielt das, was es versprach. Vom ersten Ballwechsel an lieferten sich die beiden Giganten einen epischen Tennis-Thriller. Über acht Minuten dauerte allein das erste Game. Viele weitere Marathon-Ballwechsel sollten folgen. Dabei überraschte der Spanier vor allem die Fans des Weltranglisten-Ersten. Früh gelang Nadal das erste Break und er holte sich schließlich – vom Ergebnis her klar – den ersten Satz mit 6:2.

Match schien sich plötzlich zu drehen
Der 21-fache Grand-Slam-Champion – allein 13 holte Nadal in seinem „Sandkasten“ – wirbelte weiter und lag auch im zweiten Durchgang schnell mit 3:0 in Führung. Doch plötzlich schien Djokovic das Match zu drehen. Bälle, die vorher knapp im Aus waren, streiften nun die Linien. Das vielzitierte Momentum war plötzlich auf der Seite des Serben, der sich den Satzausgleich mit 6:4 holte.

Spanier starteten nach kurze Pause erneut durch
Nadal verschwand danach kurz in der Kabine. Die Zuschauer im vollgefüllten Court Philippe-Chartier und zu Hause vor den Bildschirmen hatten schon Sorgen, dass der Fuß Nadal wieder Probleme machen würde. Doch der „Sandplatz-König“ demonstrierte eindrucksvoll, dass das Bangen unbegründet war. Der dritte Satz ging erneut klar mit 6:2 an den „Stier aus Manacor“.

Serbe vergab mehrere Satzbälle
In Durchgang vier legte dann erstmals der „Djoker“ los wie die Feuerwehr und führte schnell mit 3:0. Beim Stand von 5:3 hatte der Serbe sogar mehrere Satzbälle. Doch Teufelskerl Nadal fightete sich zurück in den Satz, rettete sich in das Tiebreak und beendete nach über vier Stunden – um 1:16 Uhr mitten in der Nacht – mit einem Rückhand-Winner die Linie entlang den Traum vom 21. Grand-Slam-Titel seines Gegners.

Kommt schon bald der Rücktritt?
Bei der anschließenden Pressekonferenz schockte Nadal seine Fans aber einmal mehr mit deutlichen Hinweisen zu einem möglichen Rücktritt. „Ich werde weiter versuchen, eine Lösung für den Fuß zu finden, aber im Moment haben wir noch keine gefunden. Wenn wir keine Lösung finden, wird es für mich sehr schwierig sein, weiterzumachen.“

Foto: Samuel Thurner

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