Nicht zu stoppen! Schreibt Venus in Wimbledon Geschichte?

17 Jahren nach ihrem ersten Triumph in Wimbledon (im Bild aus dem Jahr 2000 mit ihrem damaligen österreichischen Europa-Betreuer Gery Riedl) könnte Venus Williams die Abwesenheit ihrer schwangeren Schwester ausnützen und mit 37 Jahren zur ältesten Grand-Slam-Siegerin im Einzel avancieren. Im Semifinale bezwang das US-Girl Lokalmatadorin Johanna Konta klar mit 6:4, 6:2 und begrub damit die Hoffnung vieler Briten auf einen Damen-Heimsieg nach 40 Jahren. Venus, die erstmals seit 2009 wieder ins Finale an der Church Road einziehen konnte, möchte am Samstag zum insgesamt sechsten Mal die Venus Rosewater-Schale in den Londoner Himmel strecken und damit ausgerechnet ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester (mit 35 Jahren und 125 Tagen siegte diese heuer bei den Australian Open) den Rekord der ältesten Major-Siegerin wegschnappen.

Nach Tränen kann US-Girl wieder strahlen

Dabei startete das bekannteste Tennisturnier der Welt nicht unbedingt vielversprechend für die US-Amerikanerin. Nach ihrem ersten Match enteilte Venus Williams noch weinend von der Pressekonferenz, weil sie die Fragen zu einem tödlichen Autounfall, an dem sie im Juni beteiligt gewesen war, nicht mehr ertragen konnte. Richtig strahlen konnte die siebenfache Grand-Slam-Siegerin erst wieder, als die Polizei in Florida sie bezüglich Schuldfrage aufgrund eines Videos entlastete.

Zum neunten Mal im Finale

Nach dem Sieg über French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko zeigte Williams auch gegen Konta von Beginn an hervorragendes Tennis. Vor allem im zweiten Durchgang konnte die Britin ihrer immer aggressiver werdenden Gegnerin kaum mehr Paroli bieten. Nach 78 Minuten war der Einzug in ihr bereits neuntes Finale in Wimbledon besiegelt. „Normalerweise steht Serena in diesen Finals, aber ich werde versuchen den Namen Williams so gut zu repräsentieren wie möglich. Ich habe Serena so sehr vermisst vor diesem Match und mir gewünscht, dass sie hier wäre und das für mich erledigen könnte“, schmunzelte die 37-Jährige nach dem Match.

Im Endspiel wartet Muguruza

Im Endspiel wartet auf Venus nun Garbine Muguruza. Die in Venezuela geborene Spanierin fertigte in knapp einer Stunde die Slowakin Magdalena Rybarikova mit 6:1, 6:1 ab und steht in ihrem zweiten Wimbledon-Finale. 2015 verlor Muruguza ausgerechnet gegen eine Williams – allerdings gegen Serena.

Foto: Gery Riedl

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