Nole demütigt Braveheart und ist König von Melbourne

Novak Djokovic Basel Foto: Samuel Thurner

Es war eine Partie, die eines Finales würdig war. Und das vom ersten Ballwechsel an. Im Finale der Australian Open schenkten sich der Serbe Novak Djokovic und sein Trauzeuge und Freund Andy Murray nichts. Der erste Satz zog sich über 72 Minuten und musste im Tiebreak entschieden werden. Die Nummer eins der Welt konnten sich hauchdünn mit 7:5 durchsetzten. Durchgang zwei dauerte sogar noch acht Minuten länger. Bei 6:6 setzte sich diesmal aber Murray mit 7:4 durch. Die Zuschauer in der Rod Laver Arena sahen bis dahin acht Breaks. Hole musste sich an der Schlaghand behandeln lassen. Zwischendurch stürmten ein paar Flitzer und Störenfriede, die ihre Botschaften anbringen wollten, aufs Feld und mussten von Ordnern abgeführt werden. Das Finale hatte sich also in sich.

„Zehn schlechte Minuten und Partie war weg“

Doch plötzlich schien dem „Braveheart“ die Luft auszugehen. Der Serbe holte sich ziemlich rasch Satz drei mit 6:3. Und dies war wohl der endgültige Genickschlag für Murray. Er brach komplett ein und wurde im vierten Satz sogar noch gedemütigt. „Ich hatte zehn schlechte Minuten, dann war die Partie weg“, seufzte Murray nach seiner vierten Pleite im vierten Melbourne-Finale. Nach 3:40 Stunden und einem 6:0 durfte der Djoker die Arme in die Höhe Strecken und sich über seinen insgesamt achten Grand-Slam-Titel freuen – den zweiten mit Trainer Boris Becker und den ersten als Vater.

Fünfter Triumph bei Australian Open

Djokovic durfte sich hingegen bereits zum fünften Mal zum König von Melbourne küren lassen – so oft wie kein anderer Spieler seit Einführung der offenen Ära 1968. „Es ist eine Ehre, mit den Größten unseres Sports genannt zu werden. Und als Vater und Ehemann fühlt sich so ein Sieg noch intensiver an.“ Auf den Allzeit-Rekord in Melbourne von Roy Emerson fehlt bloß noch ein Titel für den Schützling von Boris Becker.

Foto: Samuel Thurner

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