Novak scheidet in Wien gegen „taumelnden“ Monfils aus

Für Dennis Novak kam am Mittwoch in der Auftaktrunde der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle das Aus! Der Niederösterreicher musste sich nach einem fulminanten Start dem als Nummer vier gesetzten Franzosen Gael Monfils mit 6:2, 5:7, 3:6 geschlagen geben. Monfils schien speziell zu Beginn der Partie nicht im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein und ließ sich im ersten Satz auch im Rippenbereich behandeln. Dazu griff er sich nach längeren Ballwechseln auch immer wieder an die Knöchel. Novak ließ sich davon bis zum Ende des zweiten Durchgangs nicht beirren, kassierte dann jedoch beim Stand von 5:6 ein unnötiges Break, das zugleich den Satzverlust bedeutete. Mit einem weiteren Aufschlagverlust zum 3:5 in der Entscheidung schlug das Pendel endgültig zugunsten des Weltranglisten-14. aus.

„Er hat es etwas übertrieben“
„Ich habe sehr, sehr gut begonnen und einen starken ersten Satz gespielt, auch wenn er dann mit seinen Mätzchen begonnen hat. Nach seiner langen Verletzungspause war es dann schwer. Die Breaks im zweiten und dritten Satz waren blöd. Bei einem war ich 30:0 vorne, beim anderen spiele ich bei 30:30 einen leichten Ball ins Netz. Das kann ich mir vorwerfen, sonst war es ein gutes Spiel von mir“, bilanzierte der aktuelle Weltranglisten-124. Novak, der mit dem Verhalten von Monfils auf dem Platz nicht ganz einverstanden war. „Meiner Meinung nach war es übertrieben, was er heute abgezogen hat. Wenn er da in eine Ecke geht und fast zu weinen beginnt und dann im zweiten Satz so spielt. Aber eigentlich interessiert mich eh nicht, was er so macht“, meinte Novak in der Pressekonferenz nach dem Match.

Revanche gegen Sinner?
Monfils beurteilte die Situation naturgemäß anders: „Ich war frustriert, weil ich nicht ganz bei 100 Prozent gewesen bin. So etwas zu zeigen, ist nicht meine Art. So etwas wollen die Fans nicht sehen. Aber ich bin ein Kämpfer und habe gespielt, weil ich diesen Sport liebe“, sagte Monfils, der nicht näher auf seinen körperlichen Zustand einging („Weil ich noch im Turnier bin“) und von einem „glücklichen Sieg“ sprach. Der Wien-Finalist des Jahres 2008 bekommt es nun im Achtelfinale am Donnerstag mit dem erst 18-jährigen Südtiroler Jannik Sinner zu tun, der sich schon am Dienstagabend bei seinem 6:3, 6:4-Erfolg über den deutschen Routinier Philipp Kohlschreiber in starker Form präsentierte. Beim ATP-Turnier vergangene Woche in Antwerpen feierte Sinner gegen Monfils einen klaren Zweisatzsieg.

Shapovalov überraschend ausgeschieden
In einer weiteren Erstrundenpartie zog der Kanadier Denis Shapovalov, am vergangenen Sonntag noch Turniersieger in Stockholm, gegen den Spanier Pablo Carreno Busta mit 3:6, 5:7 den Kürzeren. Carreno Busta trifft in der Runde der letzten 16 auf den Kasachen Mikhail Kukushkin, der den Kroaten Borna Coric, die Nummer acht des Turniers, mit 6:4, 6:4 bezwang. Der vorwöchige Moskau-Sieger Andrey Rublev hatte gegen den Lucky Loser Alexander Bublik, der für den am Knöchel verletzten Kanadier Felix Auger-Aliassime ins Feld rutschte, alle Hände voll zu tun, um als 6:1, 6:7 (3), 7:6 (6)-Sieger vom Platz zu gehen. Zudem zog der US-Amerikaner Sam Querrey durch ein 6:3, 6:4 über den Franzosen Adrian Mannarino in das Achtelfinale ein.

Fotos: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer + Leo Hagen

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