Ösi-Hoffnung Haas & Pin-up Bouchard in Linz bereits raus

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„Prinzipiell kann ich jede schlagen“, meinte Barbara Haas vor ihrer Auftaktpartie beim „Generali Ladies Linz“. Doch Erstrunden-Gegnerin Julia Görges war dann doch zu stark. Die Lokalmatadorin, die wie im Vorjahr eine Wildcard bekommen hatte, bewies zwar ihr Kämpferherz, konnte beim Stand von 6:4, 5:1 zwei Matchbälle abwehren und schaffte noch das 4:5, musste sich dann aber doch nach 80 Minuten geschlagen geben. „Ich war weit weniger nervös als bei meinem Antreten im Vorjahr. Allerdings war diesmal mein Aufschlagspiel einfach nicht gut genug“, meinte die einzige rot-weiß-rote Tennis-Hoffnung beim heurigen Turnier in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Haas muss damit weiter auf ihren Premierenerfolg warten. Denn bei ihren sechs Auftritten im Hauptfeld eines WTA-Turniers, war bisher stets in Runde eins Endstation. Lob gab es aber von ihrer deutschen Gegnerin: „Barbara macht fast keine Fehler von der Grundlinie. Wenn sie noch an Power zulegt, ist für sie in Zukunft einiges drin.“ Nach ihrer anstehenden Amerika-Tour, kommt die junge Oberösterreicherin aber erst einmal unters Messer. Die 20-Jährige lässt sich nämlich zwei Weisheitszähne ziehen, die sie in dieser Saison immer wieder quälten. „Unterm Jahr ging das schwer, aber jetzt sollen sie endlich raus!“

Super-Mittwoch mit drei Top-Ten-Spielerinnen

Am Mittwoch bekommen die Tennisfans in der TipsArena geballte Frauen-Power zu sehen. US-Girl Madison Keys, die aktuelle Nummer sieben der Welt – und beim „Generali Ladies Linz“ dennoch nur als Nummer drei gesetzt – bekommt es mit der Italienerin Camila Giorgi, Nummer 82 der Welt, zu tun, die in Linz schon starke Auftritte hatte. Etwa im Finale 2014, als sie der Tschechin Karolina Pliskova einen harten Kampf lieferte und sich nur knapp mit 7:6, 3:6, 6:7 geschlagen geben musste. „Das wird ein schwieriges Match gegen Camila, vielleicht geht es über drei Sätze“, meinte Keys, der das bitterkalte Wetter in Österreich nichts ausmacht. „Linz ist eine schöne Stadt, ich war schon spazieren und shoppen, und dieses Wetter liebe ich. Ich komme aus Illinois“, schmunzelte die Amerikanerin, die sich mit einem guten Abschneiden in der oberösterreichischen Landeshauptstadt noch für das WTA-Masters der acht besten Spielerinnen der Saison in Singapur qualifizieren möchte. Das möchten auch Garbine Muguruza und Dominika Cibulkova: Die top-gesetzte Spanierin, Nummer sechs der Welt, trifft auf die Türkin Cagla Buyukakcay; die Nummer zehn der Welt aus der Slowakei bekommt es mit dem Schweizer Jungstar Belinda Bencic zu tun.

Nur Kanadierin wurde ihrer Favoritenrolle nicht gerecht

Titelverteidigerin Anastasia Pavlyuchenkova hat hingegen den Sprung in Runde zwei bereits geschafft. Die Russin besiegte die in Österreich lebende Lettin Anastasija Sevastova glatt mit 6:4, 6:1. Und auch die Spanierin Carla Suarez Navarro wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Spanierin besiegte die Deutsche Mona Barthel mit 6:4 und 6:2. Ein Horror-Start erwischte hingegen Pin-up Eugenie Bouchard. Die Kanadierin verlor überraschend gegen die Estin Anett Kontaveit nach einer Stunde und 27 Minuten mit 6:7 (5) und 4:6. Auch eine 3:0-Führung im zweiten Satz war für das Tennis-Model am Ende zu wenig.

Foto: Samuel Thurner

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