Ofners Tennis-Märchen in Kitz geht munter weiter

„Ofner, Ofner!“ hallte es durch das fast volle Casino-Stadion (6000). Und der Gladiator selbst schien fast peinlich berührt davon zu sein. Doch die Sprechchöre für Sebastian Ofner bei den Generali Open in Kitzbühel sind mehr als berechtigt. Bei seinem erst zweiten Turnier auf der ATP-Tour, dem ersten, bei dem er im Hauptfeld aufschlägt, stürmte der 21-jähriger Steirer eindrucksvoll ins Halbfinale. Und das ausgerechnet vor heimischem Publikum.

„Es ist einfach unglaublich!“

„Mir fehlen fast die Worte, es ist einfach unglaublich!“, strahlte der neue „Kitz-Liebling“ nach dem 6:3, 1:6, 6:3-Sieg über den Argentinier Renzo Olivo über beide Ohren. Gigantisch vor allem der erste Satz: Ofner legte los wie die Feuerwehr. Olivo konnte dem Tempo seines Gegner nicht folgen, und dieser feuerte fast aus allen Lagen.

„Das Publikum gab mir neue Kraft“

Doch plötzlich verlor Ofner den Faden. Bälle, die im ersten Satz noch auf der Linie oder im Feld landeten, waren plötzlich im Aus. Und so kam es wie es kommen musste. In nur 23 Minuten musste der Lokalmatador Satz zwei abgeben. „Aber ich blieb immer fokussiert. Dazu hat mir das Publikum neue Kraft gegeben.“ Ofner war im richtigen Moment wieder hell wach und vor allem beim Matchball mit einem doppelten Netzrolle auch der Glücklichere. Der Sensationslauf geht damit nach dem Erreichen der dritten Runde in Wimbledon nun im Halbfinale im Ski-Mekka weiter.

Kein Österreicher-Duell im Halbfinale

Und beinahe hätte es nach 1995 auch erstmals wieder ein rein österreichisches Halbfinale in der Gamsstadt gegeben. Doch Gerald Melzer scheiterte am Portugiesen Joao Sousa mit 6:2, 1:6 und 3:6. „Aber ich kann Kitz wenigstens mit dem Gefühl verlassen, auch wieder Spiele zu gewinnen“, fand der jüngere Bruder von Jürgen Melzer auch in der Niederlage etwas Positives.

Foto: GEPA pictures/ Andreas Pranter

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