Oldie Tommy Haas verzaubert mit Sieg Fans in München

An München hat Oldie Tommy Haas besondere Erinnerungen! 2013 konnte der Deutsche in der bayerischen Metropole die Siegestrophäe in die Höhe stemmen und mit seiner damals zweijährige Tochter auf dem Platz eine Ehrenrunde drehen. „Einer der schönsten Momente meiner Karriere“, betonte die ehemalige Nummer zwei der Welt vor den BMW Open. Sein letztes Jahr auf der Tour sieht Haas keineswegs als Abschiedstournee. „Ich will bei den Turnieren nicht nur mitspielen und ‚tschüss‘ sagen. Vielleicht kommt ja noch der ein oder andere große Sieg. Ich freue mich jedenfalls darauf, nochmal hier in München aufschlagen zu können, es wird mein letztes Mal sein. Das wird sicherlich ein emotionales Turnier für mich werden.“ Für die BMW Open wünschte sich Haas zum Abschied vor allem eines: „Ich hoffe, dass das Wetter gut sein wird für meine alten Knochen“, schmunzelte der 39-Jährige im Vorfeld.

Start gegen Ukrainer Stakhovsky verlief nicht nach Plan

Allzu schön war das Wetter bei seiner Erstrundenpartie nicht. Nur zwölf Grad hatte das Thermometer gezeigt, als Haas in knalligem Pink den Center Court betrat. Und auch der Start verlief alles andere als gewünscht. Im ersten Satz tat sich der Publikumsliebling schwer gegen seinen acht Jahre jüngeren Gegner Sergiy Stakhovsky. Haas fand gegen den Ukrainer keinen Rhythmus, immer wieder segelten die Bälle ins Aus. In nur knapp einer halben Stunde war der erste Durchgang mit 1:6 weg.

Spiel vor der gesamten Familie gedreht

Mit Unterstützung seiner gesamten Familie, Vater Peter, Mutter Brigitte und den Schwestern Sabine und Karin, fightete sich Haas aber zurück ins Match. Die Länge in den Bällen stimmte, er schaffte sein erstes Break zum 4:3 und feierte den Gewinn des zweiten Satzes mit 6:3. Die Fans auf dem Center Court des MTTC Iphitos jubelten. In coolem Schwarz spielte Haas das Match dann zu Ende. Beim Stand von 5:3 hatte er die ersten beiden Matchbälle, die er aber nicht verwandeln konnte. Nach einer Stunde und 34 Minuten passte es. Mit einem Aufschlag-Winner beendete der 39-Jährige das erste Match auf seiner Deutschland-Abschiedstournee (1:6, 6:3, 6:4) und war erleichtert: „Ich war sehr nervös, vor allem im ersten Satz. Es war ein tolles Gefühl wieder auf dem Center Court zu spielen und ich möchte mich bei den vielen Zuschauern bedanken, dass die mich trotz der kühlen Temperaturen unterstützt haben. Ich freue mich sehr, weiter im Turnier zu sein.“

Nun wartet Landmann und Verehrer Struff

Im Achtelfinale trifft Haas nun auf Landsmann Jan-Lennard Struff. Dieser setzte sich im deutschen Duell in zwei Sätzen gegen Daniel Masur aus München mit 6:3 und 6:4 durch und kann es nun kaum erwarten, gegen sein Idol anzutreten: „Wir haben am Sonntag noch trainiert, es wäre genial gegen Tommy zu spielen. Ich habe ihm die Daumen gedrückt, dass er gewinnt.“

Fotos: Flughafen München, Gettyimages

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