Pleite gegen Youngster: Nadal verpasst Sprung auf Thron

Die Chance, dass Rafael Nadal, nachdem er am 6. Juli 2014 zuletzt die Nummer eins der Welt war, erneut den Sprung auf den Tennisthron schafft, war riesengroß. Bereits mit dem Einzug in Halbfinale beim Rogers Cup in Montreal hätte der Spanier Andy Murray von der Spitzenposition verdrängt. Doch ein erst 18-jähriger Lokalmatador hatte etwas dagegen…

Jüngster Masters-Viertelfinalist der Geschichte

Nadal scheiterte nämlich im Achtelfinale völlig überraschend am Youngster Denis Shapovalov, die aktuelle Nummer 143 der Welt. Zur Freude der einheimischen Fans siegte der Kanadier nach zwei Stunden und 45 Minuten mit 3:6, 6:4 und 7:6 (4). „Es ist wohl die schlimmste Niederlage in diesem Jahr für mich, weil ich gegen einen Spieler mit hohem Ranking verloren habe. Er spielte gut, ich spielte aber wirklich schlecht“, meinte Nadal nach der Pleite. Sensationsmann Shapovalov ist damit bei einem ATP-1000-Turnier der jüngste Viertelfinalist der Geschichte. Und er ist damit auch seit 2004 der Jüngste, der einen Top-2-Spieler bei einem Masters eliminierte. In Miami bezwang damals ein erst 17-jähriger Nadal einen gewissen Roger Federer.

Wird Roger Federer zum Nutznießer?

Und genau dieser Roger Federer könnte im Rennen um die Nummer eins nun von der Niederlage Nadals profitieren. Der Schweizer, der sich gegen den Spanier David Ferrer in drei Sätzen ins Viertelfinale kämpfte, würde mit einem Triumph in Montreal bis auf lediglich zehn Punkte an den Mallorquiner herankommen. Und da Murray verletzungsbedingt auch in Cincinnati fehlen wird, wäre der „Maestro“ mit Beginn des Turniers virtuell sogar wieder die Nummer eins. Denn Nadal werden 90 Punkte aus dem Vorjahr (Achtelfinale) gestrichen, Federer hingegen hat keine Punkte zu verteidigen. Bedeutet: Scheidet der Eidgenosse bei diesem Turnier im US-Bundesstaat Ohio besser ab als der Spanier, erobert Federer vor den US Open wieder den Tennisthron.

Foto: Samuel Thurner

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