Protestaktion: Tennis mit starkem Zeichen gegen Rassismus

Der Tod von George Floyd im US-Bundesstaat Minnesota löste im Mai landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Am Sonntag schockte dann erneut eine Meldung die Welt: Der unbewaffnete Afroamerikaner Jacob Blake (29) soll in Kenosha von einem Polizisten sieben Mal in den Rücken geschossen worden sein – er kämpft seitdem im Spital um sein Leben.

Osaka brachte Protest im Tennis ins Rollen
Die entstandene Rassismus-Debatte in den USA hat nun auch den Tennis-Zirkus erreicht. „Noch bevor ich eine Sportlerin bin, bin ich eine schwarze Frau. Und als eine schwarze Frau habe ich das Gefühl, dass es wichtigere Themen gibt, die sofortige Aufmerksamkeit brauchen, anstatt mich Tennis spielen zu sehen“, schrieb die in Florida lebende Japanerin Naomi Osaka in diversen sozialen Medien und kündigte damit an, im Halbfinale des WTA-Turniers in New York aus Protest nicht antreten zu wollen. „Ich erwarte nicht, dass etwas Drastisches mit mir passiert, wenn ich nicht spiele. Aber wenn ich ein Gespräch starten kann in einem mehrheitlich weißen Sport, betrachte ich das als Schritt in die richtige Richtung.“ Zuvor hatte das NBA-Basketball-Team der Milwaukee Bucks ihr Spiel gegen die Orlando Magic abgesagt und die Protestwelle erneut ins Rollen gebracht.

Alle Matches für Donnerstag abgesagt
Kurz nach der Stellungnahme von Osaka zogen die Veranstalter der Generalprobe für die US Open nach und verkündeten, dass am Donnerstag überhaupt alle Matches abgesagt werden. „Als Sport nimmt Tennis kollektiv Stellung gegen Rassenungleichheit und soziale Ungerechtigkeiten, die in den Vereinigten Staaten wieder einmal in den Vordergrund gerückt sind“, setzte ATP, WTA und USTA ein starkes Zeichen.

Foto: Instagram/Naomi Osaka (Screenshot)

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