Rekordsieger „Kohli“ hält in München deutsche Fahne hoch

Pünktlich zu Spielbeginn kam die Sonne raus – dass war die erste gute Nachricht am „Super-Tuesday“, an dem sechs deutsche Spieler bei den BMW Open by FWU angetreten sind. Verlass war wieder einmal auf Philipp Kohlschreiber, der das Turnier bislang drei Mal gewonnen hat und in München Titel Nummer Vier anstrebt.

Nach Auftaktsieg wartet Khachanov
Sein Auftritt gegen Andreas Seppi aus Südtirol war sehr überzeugend. Kohlschreiber machte von Beginn an klar, was er in der bayrischen Metropole vorhat, nahm seinem „alten Bekannten“, wie er Seppi nennt, gleich dessen allerersten Aufschlag ab – ein zweites Break reichte zum Gewinn des ersten Satzes nach exakt einer halben Stunde mit 6:2. Der zweite Durchgang war etwas enger: Nach einer Stunde und 20 Minuten verwandelte der gebürtige Augsburger aber souverän seinen ersten Matchball zum 6:2 und 7:5 und war mit seinem Auftritt zufrieden: „Das war ein sehr guter Start ins Turnier für mich, es war mal wieder sehr schön auf ,meinem Center Court‘ zu spielen.“ Im Achtelfinale dürfte die Aufgabe deutlich schwerer werden. Kohlschreiber trifft auf Karen Khachanov aus Russland, die Nummer 13 der Welt.

Sonst kein guter Tag für Deutsche
Einen rabenschwarzen Tag erwischte Jan-Lennard Struff. Im vergangenen Jahr stand er in München noch im Viertelfinale, diesmal war schon in der ersten Runde Schluss. In zwei glatten Sätzen verlor der Warsteiner gegen den brasilianischen Qualifikanten Thiago Monteiro (1:6, 1:6) und war nach dem Match ein bisschen ratlos: „Egal was ich versucht habe, es hat einfach nichts funktioniert. Ich war immer zu spät am Ball. Sehr schade, denn eigentlich war ich gut vorbereitet.“ Mit der Geburt seines Sohnes und Schlafmangel habe seine schwache Leistung nichts zu tun, so Struff weiter: „Es ist alles neu, aber fühlt sich sehr gut an. Gestern Nacht habe ich in einem anderen Zimmer geschlafen.“ Nach den BMW Open geht´s für Struff jetzt nach Madrid, Rom und Paris. Ebenfalls ausgeschieden sind Vorjahres-Halbfinalist Maximilian Marterer in drei Sätzen gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero (2:6, 6:4, 2:6), Yannick Maden gegen Cristian Garin aus Chile (4:6, 2:6) und Mischa Zverev gegen den Argentinier Guido Pella (2:6, 1:6).

Sascha will Titel-Hattrick
Besser machen will es am Mittwoch der jüngere Bruder, Titelverteidiger Alexander Zverev. Die Nummer eins des Turniers hat sich einiges für seinen insgesamt sechsten Auftritt in München vorgenommen: „Hier hat vor fünf Jahren irgendwie alles für mich begonnen, jetzt hoffe ich, dass es hier klappt mit dem Titel-Hattrick.“ Nach einer kleinen Formkrise will „Sascha“ den dritten Titel in Serie bei den BMW Open holen.

Foto: Gettyimages

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