Respekt! Troicki-Trainer pfeift auf 100.000 Euro

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Eigentlich unfassbar, aber dieser Entscheidung gebührt auf jeden Fall Respekt: Jack Reader, der Trainer des derzeit wegen Dopings gesperrten Viktor Troicki verzichtet auf 100.000-Euro-Entschädigung und macht von einer Vertragspassage keinen Gebrauch. Der Australier glaubt nämlich an die Unschuld seines Schützlings und steht voll und ganz hinter ihm. „In meinem Vertrag mit Viktor steht geschrieben, dass ich eine sehr erhebliche Auszahlung bekomme und der Vertrag rechtsunwirksam wird, wenn er bei einem Wett- oder Dopingverstoß erwischt wird. Ich wäre also frei, um jemand anderen zu trainieren und bekomme 100.000 Euro in die Tasche. Es hätte einige Wege gegeben, um herauszukommen. Aber ich sehe mich selbst als anständige Person. Es ist nicht fair, was ihm angetan wurde. Er hat nichts Falsches getan, außer auf den Rat von jemandem zu hören, dem man vertrauen sollte“, erklärte Reader bereits vor einigen Monaten.

Offener Brief an Troicki

Nun hat Reader in einem offenen Brief an Troicki nochmals bekräftigt, dass er die 100.000-Euro-Entschädigung nicht in Anspruch nehmen werde. „Ich mache diesen Brief öffentlich, um mit einigen Gerüchten aufzuräumen, die umherschwirren. Ich habe Viktor bei seiner gesamten Reise unterstützt und werde das auch weiterhin tun“, so der Australier. Im Brief schrieb Reader: „Hi Viktor, ich erzähle dir nun offiziell, dass ich nicht beabsichtige, die 100.000-Euro-Entschädigung zu verfolgen, die in unserem Vertrag bei einem Dopingvergehen steht. Mein Grund dafür ist recht einfach, nämlich, dass du UNSCHULDIG einer positiven Dopingprobe bist. Ich freue mich darauf, dich in nicht allzu ferner Zukunft dorthin zu bringen, wo du hingehörst.“

Insgesamt zwölf Monate gesperrt

Der Serbe kann erst ab dem 15. Juli 2014 wieder auf die Tennis-Tour einsteigen. Der Grund: Troicki hatte am 15. April beim ATP-Masters-1000-Turnier in Monte Carlo einen Bluttest verweigert. Er hatte lediglich die geforderte Urin-Kontrolle über sich ergehen lassen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte die ursprüngliche Sperre von 18 Monaten auf zwölf Monate reduziert. „Die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs setzt meinen Träumen ein Ende, ein Top-Spieler zu sein“, erklärte Troicki nach der Urteilsverkündung.

Foto: wikipedia / Viktor Troicki

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