Mit neuem „Zauberstab“ wieder an die Spitze?

Roger Federer French Open Paris Foto: Stefan Ruef

Er lässt nichts unversucht, um wieder an die Spitze der Tennisweltrangliste vorzudringen. Roger Federer hat die Konsequenzen nach seiner Viertelfinalniederlage bei den French Open in Paris und dem frühen Aus in Wimbledon gezogen. Nachdem sich der Schweizer zum einen dafür entschieden hat, vor den großen Hardplatzturnieren in Amerika für ihn ungewöhnlich auf Sand in Hamburg und Gstaad anzutreten, rang er sich zum anderen zu einem Schritt durch, zu dem ihn einige Experten schon lange geraten haben – zu einem Schlägerwechsel!

Racket mit größerem Schlägerkopf

Wie Kenner der Szene sofort bemerkten, griff Roger am Rothenbaum in Hamburg bei seinen Trainingseinheiten und beim Turnier selbst zu einem neuen „Zauberstab“ mit einem deutlich vergrößerten Schlägerkopf. Knallte der 17-fache Grand-Slam-Sieger die Bälle bis vor kurzem noch mit einem Racket mit einer Fläche von 581 Quadratzentimetern übers Netz, so probiert er nun einen mit 632 Quadratzentimetern. „Ich überlegte mir nach Wimbledon, wie ich die zusätzliche freie Zeit am besten nützen könnte“, erklärte der Basler. „Wichtig ist, dass man nach einem Rückschlag gleich wieder aufsteht und einen Plan hat. Ich machte Ferien, trainierte und testete eben ein neues Racket. Ein Schlägerwechsel ist eine der größten Veränderungen, die man vornehmen kann. Aber ich fand, es sei der richtige Moment.“

„Ich habe vor, noch viele Jahre zu spielen

Den Spekulationen rund um ein Karriereende setzte Federer rasch ein Ende: „Rücktritt war keine Option. Ich habe vor, noch viele Jahre zu spielen und freue mich auf die Herausforderungen, die jetzt vor mir liegen.“ Mit dem größeren Racket, das mehr Fehler verzeiht und mit dem man den Ball nicht so präzise treffen muss, wie mit einem Schläger mit einer kleineren Fläche, hatte der Schweizer zumindest in Hamburg allerdings noch Anfangsschwierigkeiten. Er unterlag überraschend im Halbfinale dem Qualifikanten Federico Delbonis. Dennoch gab Federer klar zu verstehen: „Ich habe mich mit dem neuen Schläger wohl gefühlt.“ Vielleicht bringt der Wechsel „König“ Roger ja neuen Schwung und den erhofften Erfolg.

Foto: Stefan Ruef

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