Schock für Kitz: Thiem kommt nicht in die Gamsstadt

Österreichs Tennisfans können es vor Enttäuschung fast noch nicht glauben! Die „Generali Open 2017“ in Kitzbühel (ab 29. Juli) werden ohne den rot-weiß-roten Superstar Dominic Thiem, der in Acapulco überraschend im Viertelfinale an Sam Querrey scheiterte (auch Novak Djokovic schied gegen Nick Kyrgios aus), über die Bühne gehen. „Natürlich sind wir sehr enttäuscht Dominic heuer erstmals nicht dabeizuhaben. Ihn verbindet ja doch einiges mit Kitzbühel. Aber aus sportlichen Gründen müssen wir die Entscheidung natürlich auch verstehen und nachvollziehen“, erklärt ein bitter enttäuschter Turnierdirektor Alexander Antonitsch, der aber auch die Entscheidung von Thiem und Coach Günter Bresnik (er teilte die Nachricht persönlich mit) versteht. „Aus sportlichen Gründen tritt Dominic in diesem Jahr beim parallel stattfindenden und höher dotierten Hartplatzturnier in Washington an. Unser Turnier ist das letzte Sandplatzturnier des Jahres und findet direkt in der Woche vor dem ATP-1000-Turnier in Kanada statt. Spieler, wie eben Dominic, sind verpflichtet dort anzutreten. Nachdem er in den letzten drei Jahren immer schon in der ersten Runde gescheitert ist, ist die Entscheidung nachvollziehbar, heuer etwas Neues zu probieren und sich in Washington auf Hartplatz vorzubereiten.“

Termin-Tausch mit Umag war fast schon fix

Auf diese Terminschwierigkeiten habe man, so Veranstalter Herbert Günther, versucht zu reagieren. Zunächst wurde gemeinsam mit den Organisatoren von Umag bei der ATP ein Termin-Tausch mit den Kroaten vorgeschlagen: „Wir waren uns mit den kroatischen Veranstaltern einig, dass Umag in unsere Woche und auf Hartplatz wechseln würde, um den europäischen Spielern die Möglichkeit zu geben, sich noch in Europa auf die Hartplatzsaison vorzubereiten. Wir hätten dann Kitzbühel auf Sand in der Umag-Woche und damit vor Hamburg ausgetragen. Für die Top-Spieler wäre diese Konstellation sicherlich attraktiver gewesen. Der Antrag wurde bei den Finals in London eingebracht. Ein Vorschlag, der von allen für gut befunden und verstanden wurde, aber dem letztlich leider nicht stattgegeben wurde, mit der Begründung, dass vor der großen ATP-Reform im Jahr 2019 keine Änderungen im Turnierkalender vorgesehen sind“, so Günther.

Zugpferd soll bald wieder in Kitz aufschlagen

Nun laufen die Gespräche für 2018 in alle Richtungen: „Nach wie vor verbindet uns ein super Verhältnis mit Dominic und dem gesamten Team. Deshalb werden wir alles daransetzen, Dominic bald wieder in Kitzbühel zu sehen. Er hat ja die ,Große Gams‘ noch nicht gewinnen können und laut eigener Aussage will er das auf alle Fälle schaffen“, meint Veranstalter Markus Bodner. Auch finanziell, so Bodner, habe man ein tolles Angebot auf den Tisch legen können: „Da haben wir uns sicherlich nach der Decke gestreckt und das Finanzielle war auch nie ausschlaggebender Punkt für die Entscheidung.“

Geld für einen anderen Großen

Bis dato habe man ein Budget für Österreichs Tennisaushängeschild reserviert, nun werde man die Fühler nach anderen Topspielern ausstrecken, so Antonitsch: „Wir werden uns bemühen, andere interessante Spieler nach Kitzbühel zu bekommen.“ Darüber hinaus sei man bemüht, den Tennisfan noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken und abseits der Courts wieder einiges zu bieten. „Wir werden noch mehr in die Fans investieren und ein attraktives Spielerfeld zusammenstellen“, garantiert Antonitsch.

Foto: GEPA pictures/ Andreas Pranter

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