Schock in Kitz! Jungstar Thiem scheitert im Halbfinale

KITZBUEHEL,AUSTRIA,07.AUG.15 - TENNIS - ATP World Tour, Generali Open. Image shows Philipp Kohlschreiber (GER) and Dominic Thiem (AUT). Photo: GEPA pictures/ Hans Osterauer

Der Schrecken war den Organisatoren beim ATP Turnier in Kitzbühel regelrecht anzusehen. Nationalheld Dominic Thiem scheiterte im Semifinale am Deutschen Philipp Kohlschreiber. Nach zehn Siegen in Folge ist damit die Siegesserie des Niederösterreichers ausgerechnet bei seinem Heimturnier gerissen.

Höchststrafe in Satz eins

Wie bereits in der zweiten Runde gegen Landsmann Andreas Haider-Maurer stand Österreichs Nummer eins im ersten Durchgang auf verlorenem Posten. Während Kohlschreiber locker drauflos spielte und in der Glutofenhitze taufrisch wirkte, konnte Thiem seine Müdigkeit nach fast vier Wochen ohne Pause kaum verbergen. Es wurde die Höchststrafe: Der Lichtenwörther kam nicht einmal zu einem Spielball und kassierte ein schmerzhaftes 6:0. „Der erste Satz war ein schrecklicher Fehlstart“, meinte Thiem nach dem Match.

Doppelfehler bei Satzball

Im zweiten Satz wehrte sich Österreichs Jungstar mit Händen und Füßen gegen die drohende Niederlage. Doch die Vorentscheidung schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Thiem konnte aber insgesamt fünf Breakchancen des Deutschen abwehren und sich ins Tiebreak retten. In diesem kam es erst bei 6:5 zum ersten Minibreak – für Thiem, der sich damit etwas überraschend einen Satzball holte. Doch die aktuelle Nummer 21 der Welt, die ab Montag in der Rangliste sogar auf Platz 17 zu finden sein wird, servierte ausgerechnet in diesem Moment seinen vierten Doppelfehler. Wenige Augenblicke später durfte „Kohli“ jubeln. „Alles in allem war er die ganze Zeit der bessere Spieler“, meinte Thiem trocken. Der Wahl-Kitzbühler hat damit am Samstag im Finale gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu die Chance, der erste deutsche Kitz-Sieger seit Willi Bungert im Jahr 1966 zu werden.

Baby-Thiem auch „Glücksbringer“ im Finale?

Ob der charmante Deutsche, der Liebling wohl jeder Schwiegermutter, im Vorfeld des Finales auch wieder auf seinen „Glücksbringer“ zurückgreifen kann, ist noch nicht bekannt. Denn ausgerechnet der 15-jährige Moritz Thiem, Bruder von Dominic, stellte sich – wie schon vor dem Viertelfinale – auch vor dem Halbfinale, nach einem kurzen Wettstreit auf der Carrera-Bahn, als Sparringpartner des gebürtigen Augsburgers zur Verfügung. Ob der kleine Bruder auch Mitschuld am Ausscheiden von Dominic Thiem hat?

Foto: GEPA pictures / Generali Open

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