Schock in Wien: Thiem fliegt in erster Runde raus

Dominik Thiem/AUT ist enttŠuscht nach seiner Erstrundenniederlage den Centercourt (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 20.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Diese Horror-Meldung traf Österreichs Tennisfans und die Veranstalter der Erste Bank Open wohl gleichermaßen. Lokalmatador Dominic Thiem muss bereits – wie im Vorjahr – nach der ersten Runde in der Wiener Stadthalle seine Tasche packen. Der rot-weiß-rote Hoffnungsträger verlor bei seinem Heimturnier gegen den Polen Jerzy Janowicz in drei Sätzen.

Plötzlich riss der Faden

Dabei begann Thiem stark. Gleich im dritten Game nahm er seinem Gegenüber den Aufschlag ab und marschierte vorneweg. Nach 31 Minuten holte sich Österreichs Nummer eins den ersten Durchgang mit 6:2. Doch dann riss beim 22-Jährigen der Faden. Thiem konnte zwar ein Break, das er zum 5:3 hinnehmen musste, wettmachen, schwächelte allerdings im Tiebreak und verlor sogar die Nerven. Ein Schläger musste beinahe daran glauben. Und auch im Entscheidungssatz fand Thiem nicht zu seinen Stärken zurück. Er musste dem Polen rasch einem Break hinterherlaufen und verlor schlussendlich nach fast exakt zwei Stunden mit 6:2, 6:7 (5) und 4:6.

Mit Spiel zufrieden, aber enttäuscht

„Das war kein schlechtes Match. Im zweiten Satz ist die Partie auf des Messers Schneide gestanden, da hat es auch ein paar geile Punkte gegeben. Entscheidend war am Ende, dass mein Aufschlag im zweiten Satz nicht mehr so gut war wie im ersten und dass das erste Game im dritten Satz nicht gut von mir gespielt war“, meinte Thiem nach der Niederlage. „Natürlich bin ich extrem enttäuscht.“

Gesetzte Spieler setzten sich durch

Ansonsten setzten sich am zweiten „richtigen“ Turniertag die gesetzten Spieler durch. Im Spiel John Isner gegen den Franzosen Kenny De Schepper kam es wie es kommen musste. Die beiden Aufschlaggiganten schenkten sich nichts und so mussten beide Sätze im Tiebreak entschieden werden. Und zwei Mal setzte sich der US-Boy durch. Am Ende hieß es nach einer Stunde und 42 Minuten 7:6 (4) und 7:6 (5) für Isner.

John Isner (Usa), Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle; Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger, 20.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Monfils drehte Match und kämpfte sich in zweite Runde

Publikumsliebling Gael Monfils darf die Zuschauer in der Wiener Stadthalle noch länger beglücken. Dabei war es verdammt knapp. Der Franzose drehte das Spiel gegen den starken Brasilianer Thomaz Bellucci und gewann schlussendlich die Marathonpartie nach zwei Stunden und 28 Minuten mit 6:7 (5), 6:3 und 6:4.

Gael Monfils (Fra), Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle; Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger, 20.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Ferrer mit Sieg weit nach Mitternacht

Und auch die Nummer eins des Turniers zog in die zweite Runde ein. Der Spanier David Ferrer musste aufgrund der hauchdünnen Entscheidungen zuvor lange auf seine Partie gegen Landsmann Albert Ramos-Vinolas warten. Erst gegen 22.30 Uhr schlug die Nummer acht der Welt zum ersten Mal auf. Und hat den Beginn gleich komplett verschlafen. Ramos-Vinolas holte sich den ersten Satz mit 6:1. Doch Ferrer kämpfte sich zurück. Gewann Durchgang zwei mit 6:3. Im ausgeglichenen Entscheidungssatz schlug der Favorit dann zur richten Zeit zu. Bei 5:4 breakte der kleine Spanier seinen Gegner zu null und verwertete damit seinen ersten Matchball weit nach Mitternacht.

David Ferrer/ESP (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 20.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Thomas Muster zieht noch immer Massen an

Einer bewies am Dienstag in der Wiener Stadthalle, dass er auch lange nach seinem Karriereende noch immer die Massen anziehen kann. Turnierbotschafter Thomas Muster lud zu einer Autogrammstunde und wurde von Jung und Alt regelrecht belagert. Mehr als fünfzehn Minuten nahm sich Österreichs bester Tennisspieler aller Zeiten Zeit, schrieb fleißig Autogramme und stand auch für jede Menge Selfies zur Verfügung. Der Glanz einer ehemaligen Nummer eins der Welt verblasst – vor allem in seinem Heimatland – eben nie.

Autogrammstunde Thomas Muster, Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle; Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger, 20.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2015

Fotos: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer (2), e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger (3)

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