Bencic bremst Euphorie nach Kerbers Sieg in Australien

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Viele Experten waren sich einig. Der Sieg von Angelique Kerber bei den Australian Open in Melbourne wird in Deutschland einen neuen Tennis-Boom auslösen. Die Kielerin wurde bereits gefeiert wie die neue Steffi Graf. Doch nur eine Woche nach dem Sensationscoup im Finale gegen Serena Williams wird die Euphorie in Kerbers Heimat jäh gebremst. Die deutschen Tennis-Damen musste sich im Fed-Cup-Viertelfinale nämlich der Schweiz geschlagen geben. Die Eidgenossinnen stehen damit erstmals seit 1998 wieder im Halbfinale des Mannschaftswettbewerbes.

Nach Tag eins war noch alles offen

In der ausverkauften Leipziger Messehalle stahl eine Frau Kerber eindeutig die Show. Die erst 18-jährige Belinda Bencic wurde für die Mannschaft von Teamchef Heinz Günthardt zum absoluten Matchwinner. Während die doch Müde wirkende Kerber ihr Auftaktspiel gegen Timea Bacsinszky klar mit 6:1, 6:3 gewinnen konnten, hatte Jungstar Bencic im Auftaktspiel gegen Andrea Petkovic keine Probleme und siegte mit 6:3, 6:4.

18-Jährige als Matchwinnerin

Am zweiten Tag dann die Überraschung: Die junge Schweizerin bot der frisch gebackenen Australian Open Siegerin und neuen Nummer zwei der Welt nicht nur die Stirn, sondern konnte das Match auch mit 7:6 (4) und 6:3 für sich entscheiden. Annika Beck, die für die enttäuschende Petkovic einsprang, hielt dem Druck zwar stand und machte die Niederlage von Kerber mit einem Sieg über Bacsinszky wett, doch am Ende nützte dies wenig. Im abschließenden Doppel waren Bencic und Doppelpartnerin Martina Hingis einfach zu stark für Petko und Anna-Lena Grönefeld. Das Schweizer Paar setzte sich mit 6:3 und 6:2 durch und trifft im Halbfinale nun zu Hause auf Titelverteidiger Tschechien, die sich gegen Rumänien mit Mühe 3:2 durchsetzten.

Sensation: Holland demütigt Russland

Im zweiten Semifinale treffen überraschend Frankreich und die Niederlande aufeinander. Während Kristina Mladenovic und Co. gegen Italien 4:1 gewannen, schafften die Oranjes gegen die Vorjahresfinalistinnen aus Russland eine echte Sensation. Ohne Maria Sharapova schlitterten Svetlana Kuznetsova und Ekatarina Makarova bereits nach den ersten drei Einzeln in ein Debakel. Die in der Weltrangliste weit hinter ihren Gegnerinnen klassierten Kiki Bertens und Richel Bogenkamp durften am Ende ein 3:1 bejubeln.

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