Selfie-Attacke auf Federer bei Auftaktsieg in Paris

Roger Federer French Open Foto: Stefan Ruef

Eigentlich erlebte Roger Federer bei seinem French Open-Auftaktmatch in Paris am Pfingstsonntag einen eher ruhigen Arbeitstag. Locker schoss der Schweizer den Kolumbianer Alejandro Falla mit 6:3, 6:3 und 6:4 vom Court Philippe Chatrier. Doch nach dem Platzinterview hatte der Maestro plötzlich eine Schrecksekunde. Ein junger Mann war auf den Platz gelaufen um ein Selfie mit seinem Helden zu ergattern. Im ersten Moment schien Federer dem aufdringlichen Fan sogar den Gefallen machen zu wollen. Doch dann wirkte der 17-fache Grand-Slam-Sieger erstarrt, regelrecht verwirrt und ging einen Schritt nach hinten. Erst nach ein paar Sekunden bereiteten die Sicherheitsleute dem Spuk ein Ende.

Ähnlicher Vorfall bereits beim Training

„Das selbe ist mir schon am Samstag im Training passiert“, erklärte Federer im Anschluss bei der Pressekonferenz. „Es war zwar nur ein Junge. Und ich habe generell kein Problem mit Selfies. Ich posiere ja täglich etliche Male dafür, aber auf dem Platz darf so etwas nicht sein. Da wollen wir Spieler uns sicher fühlen. Und dass die Security nur da steht, reicht dafür halt nicht!“, ärgerte sich der ehemalige Weltranglisten-Erste.

Organisatoren wollen Sicherheit verstärken

Bereits während des Finales 2009 kam in Paris ein spanischer Fan auf den Centre Court gerannt und versuchte Federer einen Hut aufzusetzen. Nun fordert der Eidgenosse endlich mehr Sicherheit für ihn und seine Kollegen. Und die Organisatoren reagierten sofort. In einer rasch einberufenen Pressekonferenz erklärte Turnierdirektor Gilbert Ysern verschärfte Massnahmen in puncto Sicherheit setzen zu wollen. „Ich verstehe vollkommen, dass Federer angepisst ist. Was passierte, ist schlicht nur peinlich. Die Sicherheitsleute haben ihren Job nicht richtig gemacht.“ Ysern bedauerte den Vorfall. „Das sollte nicht vorkommen. Zuschauer haben nie, zu keiner Zeit und aus keinem Grund das Recht, auf den Platz zu gelangen.“

Vor allem nach den Anschlägen auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ Anfang Januar ist es verständlich, wenn sich Spielerin der französischen Metropole bei derartigen Vorfällen unwohl fühlen.

Foto: Stefan Ruef

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