„Senior“ Zverev verpasst Sensation gegen den „Djoker“

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„Schafft Qualifikant Mischa Zverev die Sensation gegen Novak Djokovic?“ Lediglich besonders patriotische deutsche Tageszeitungen stellten sich vor dem Viertelfinal-Match zwischen dem älteren Bruder von Jungstar Alexander Zverev und dem Weltranglisten-Ersten beim Millionenturnier in Shanghai diese etwas unglaubwürdige Frage. Doch bei 6:3, 6:5 und 30:30 fehlte nicht mehr sooooo viel. Lediglich zwei klitzekleine Punkte war der Außenseiter von der Riesenüberraschung entfernt.

Aufopfernde Kampf war umsonst

Doch am Ende konnte sich der Branchenprimus doch noch durchsetzen. Der in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen geplagte Zverev ballerte nach zwei Stunden und 20 Minuten eine Vorhand ins Aus. Der aufopfernde Kampf des Underdogs war damit umsonst. Djokovic, der zuletzt eine weitere Zusammenarbeit mit Coach Boris Becker über das Jahr 2016 hinaus offen ließ, siegte mit 3:6, 7:6 (4), 6:3 und darf damit weiterhin von seinem bereits vierten Coup in Shanghai träumen.

Spannendes Duell um die Nummer eins

In einem möglichen Endspiel würde vermutlich wieder einmal der derzeit größte Widersacher des „Djokers“ auf den Serben warten – Andy Murray. Der derzeit in bestechender Form agierende Schotte bezwang in nur einer Stunde und 35 Minuten den Belgier David Goffin glatt mit 6:2, 6:2 und übt mächtig Druck auf die Spitzenposition aus. Zwar beträgt der Vorsprung von Djokovic derzeit noch 3695 Punkte, doch dies könnte sich bald ändern. Der Abstand könnte in den verbleibenden fünf Wochen schmelzen wie warme Butter. Denn der Schützling von Boris Becker muss aufgrund der Vorjahres-Siege in Shanghai, Paris und beim Saisonfinale ordentlich Punkte verteidigen. Mit Triumphen in China, Wien, Paris und in der O2-Arena in London könnte Murray noch in diesem Jahr den Thron erklimmen.

Foto: Samuel Thurner

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