Sensation, Favoritinnensterben und Tweet von einem Oldie

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Nach der Drei-Satz-Pleite von Caroline Wozniacki zum Auftakt der Australian Open gegen die nur 1,60 Meter große Yulia Putintseva aus Kasachstan, ging das Favoritinnensterben in Melbourne auch am zweiten Turniertag munter weiter. Zunächst musste sich die an Nummer acht gesetzte Venus Williams der Britin Johanna Konta geschlagen geben, dann durfte auch Simona Halep, die Nummer zwei der Welt, die Koffer packen.

Auftaktpleite von Venus Williams

Die siebenfache Grand-Slam-Siegerin Williams unterlag überraschend deutlich mit 4:6 und 2:6. Dabei drohte dem US-Girl im zweiten Durchgang beim Stand von 0:5 sogar die Höchststrafe. Groß hingegen war die Freude bei Kontrahentin Konta: „Als ich die Auslosung gesehen habe, habe ich nur gehofft, dass ich länger als eine Stunde auf dem Platz stehen werde“, scherzte die aktuelle Nummer 47 der Welt.

Angeschlagene Halep musste Segel streichen

Noch etwas verdutzter mussten sich die Zuschauer die Augen beim Spiel von Halep gegen die chinesische Qualifikantin Zhang Shuai reiben. „Ich hatte nicht meinen besten Tag, aber man muss ihr viel Respekt zollen, weil sie ohne Angst gespielt und jeden Ball durchgezogen hat“, streute die Rumänin, die im Vorfeld der Australian Open mit einer Achillessehnenverletzung zu kämpfen hatte, ihrer Gegnerin Rosen. Sie verlor glatt mit 4:6 und 3:6. „Ich glaube, ich habe das beste Tennis meines Leben gespielt“, meinte die Weltranglisten-133 aus China trocken.

Sensation bei den Herren: Nadal raus

Kurz zuvor kam es in Melbourne auch bei den Herren zur ersten faustdicken Überraschung. Rafael Nadal muss bereits nach der ersten Runde die Segel streichen. Der Spanier verlor gegen Landsmann Fernando Verdasco in fünf Sätzen mit 6:7, 6:4, 6:3, 6:7 und 2:6. Es war erst die zweite Auftaktniederlage des 14-fachen Grand-Slam-Siegers bei seinem 44 Grand-Slam-Turnier. Auch für Kevin Anderson war in der ersten Runde Endstation. Der Südafrikaner musste beim Stand von 1:2 nach Sätzen und 0:3 im vierten Durchgang gegen den US-Boy Rajeev Ran aufgeben.

Freund von Roddick kennt angeblich einige der Betrüger

Neben dem Sportlichen blieb in Melbourne aber auch am zweiten Tag der angebliche Wettskandal das Thema Nummer eins. Dafür sorgte unter anderem auch der im vergangenen Jahr zurückgetretene Andy Roddick. „Ein ehemaliger Profi hat mir geschrieben, dass er mindestens acht bis neun Spieler nennen kann“, ließ der US-Boy die Welt über Twitter wissen. Um wen es sich bei seinem Bekannten handelt und Namen der vermeintlichen Betrüger nannte Roddick aber keine. Doch nicht nur Roger Federer ist neugierig, um wen es sich vor allem bei den 16 Profis der Top 50 handeln könnte. „Wenn es Korruption in deiner Sportart gibt, willst du davon hören. Wir verdienen es, alles darüber zu erfahren“, meinte unter anderem Andy Murray nach seinem Sieg gegen den Deutschen Alexander Zverev. „Spieler sollten solche Dinge nicht aus den Medien erfahren“, ist der Schotte sauer.

Foto: Samuel Thurner

 

 

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