Sensation in Australien: Seppi wirft Federer aus dem Turnier

Seppi_SamuelThurnerweb

Beim Blick auf die Resultate der dritten Runde mussten sich wohl einige die Augen reiben. Denn nach der völlig überraschenden Niederlage der Ex-Weltranglisten-Erste und frühere French-Open-Siegerin Ana Ivanovic in der ersten Runde der Australian Open gegen die Tschechin Lucie Hradecka, kam es erneut zu einer Sensation, die wohl niemand erwartet hatte. „Federer macht sich zum Seppi“ titelte die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“ und traf den Nagel wohl auf den Kopf. Denn Roger Federer musste sich in der dritten Runde dem Südtiroler Andreas Seppi geschlagen geben und schied damit beim ersten Grand Slam Turnier der Saison so früh wie seit 14 Jahren nicht mehr aus. Seppi, der in den bisherigen zehn Duellen mit dem Maestro gerade einmal einen Satz gewinnen konnte, triumphierte mit 6:4, 7:6 (5), 4:6 und 7:6 (5).

Tennisthron rückt für Schweizer in weite Ferne

Im ersten Satz traf Federer vollkommen ungewohnt von der Grundlinie keinen Ball und griff daher im zweiten Durchgang auf Serve-and-Volley zurück. Jedoch nur mit mäßigem Erfolg: Im Tiebreak führte der Eidgenosse mit 5:3, gab den Satz allerdings noch aus der Hand. Auch den Gewinn des dritten Durchganges konnte den ehemaligen Weltranglisten-Erste nicht beflügeln und so zog Federer nach 22 Siegen in Folge gegen einen Italiener den Kürzeren. Seit 2004 stand der 17-fache Grand-Slam-Sieger in Australien immer mindestens im Halbfinale. Zwar wird Federer nach dem Turnier auch weiterhin die Nummer zwei der Welt bleiben, die Rückeroberung des Tennisthrons ist durch das frühe Ausscheiden allerdings in weite Ferne gerückt. Die Fans ins Australien werden seine Zauberschläge zumindest in diesem Jahr vermissen.

Foto: tennis-klatsch.com

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