Sharapova wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt

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Nun ist die Katze aus dem Sack! Die Würfel sind gefallen! Die Entscheidung steht fest! Maria Sharapova wird laut dem internationalen Tennisverband ITF wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt. Die Sperre trat bereits am 26. Jänner in Kraft. Dies war der Tag, an dem die Russin bei den Australian Open in Melbourne mit der seit 1. Jänner verbotenen Substanz Meldonium im Blut erwischt worden war. Die ehemalige Nummer eins der Welt muss auch das Preisgeld vom ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres zurückzahlen. Zudem werden ihr die 430 Punkte für die Weltrangliste wieder abgezogen.

Russin will Urteil bekämpfen

Sharapova, die bei einer Pressekonferenz im März in Los Angeles eine Drogenbeichte ablegte, gab damals an, seit Jahren das Medikament aus gesundheitlichen Gründen eingenommen zu haben. Die sexy Blondine meinte, sie habe die Information des ITF, in der alle Profis auf die neue Dopingliste aufmerksam gemacht wurden, schlicht übersehen. Der Verband forderte sogar eine vierjährige Sperre, doch das Gericht kam zum Schluss, dass Sharapova nicht absichtlich gegen die Anti-Doping-Regeln verstossen habe und verhängte „nur“ die Hälfte der geforderten Sperre. Doch auch diese ist der Tennis-Diva zu hoch. Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin kündigte bereits auf ihrer offiziellen Facebook-Seite an, das Urteil bekämpfen zu wollen.

Sharapovas Facebook-Nachricht an ihre Fans:

Mit der Entscheidung einer Zwei-Jahres-Sperre hat der ITF-Gerichtshof einstimmig beschlossen, dass ich nicht vorsätzlich gehandelt habe. Der Gerichtshof hat entschieden, dass meine ärztliche Behandlung nicht dazu diente, leistungssteigernde Substanzen einzunehmen. Die ITF hat einige Zeit und Ressourcen in Anspruch genommen, um zu beweisen, dass ich die Anti-Doping-Regel absichtlich missachtet habe. Doch der Gerichtshof kam zum Entschluss, dass keine Absicht im Spiel war. Ihr müsst wissen, dass die ITF eine vierjährige Strafe beim Gerichtshof beantragt hat! Doch der Gerichtshof hat den Antrag abgelehnt. Da das Gericht korrekterweise zum Entschluss gekommen ist, dass ich die Anti-Doping-Regeln nicht absichtlich missachtet habe, kann ich eine solch harte Strafe von zwei Jahren nicht akzeptieren. Das Gericht, dessen Mitglieder vom ITF ausgewählt werden, stimmte mir zu, dass ich nicht mit der Absicht gehandelt habe, meine Leistung zu steigern, und trotzdem wollen sie mich vom Tennisspielen für zwei Jahre fernhalten. Ich werde umgehend das Urteil anfechten und an den Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne weiterziehen.

Ich habe das Tennisspielen vermisst und all meine unglaublichen Fans, die die besten und loyalsten Fans sind, die es gibt. Ich habe eure Briefe gelesen. Ich habe eure Einträge auf den sozialen Medien gelesen. Eure Liebe und eure Support haben mich durch diese schwere Zeit getragen. Ich will für mein Recht kämpfen und bald wieder auf dem Tennisplatz stehen.

In Liebe, Maria

P.S. Mein Anwalt bereitet eine kurze Zusammenfassung über das Urteil vor, sodass meine Fans im Bilde sind, was das ITF-Urteil bedeutet.

Nike steht trotz Sperre hinter dem Superstar

Etwas überraschend reagierte der Sportartikel-Hersteller Nike auf die Dopingsperre von Sharapova. Der US-Gigant, der den Ausrüstervertrag mit dem Superstar nach der vorläufigen Suspendierung im März ausgesetzt hatte, teilte nun mit, dass man weiterhin mit der Russin zusammenarbeiten will und das Sponsoring wieder aufnehmen will. Schließlich habe die Entscheidung der ITF gezeigt, „dass Maria keine Regeln absichtlich verletzt hatte“, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Foto: mariasharapova.com – Pressekonferenz (Screenshot)

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