Sinner-Mania in Kitz: Jubel wie bei Triumphen auf der Streif

„Aleee ohoh!“ Einige Südtiroler Fans hatten am Mittwoch in Kitzbühel Grund zum Feiern. Ihre Jubelgesänge galten aber nicht etwa Dominik Paris, der im Winter sonst stets mit seinen zwei Bretteln in Höllengeschwindigkeit die legendäre Streif ins Tal rast, sondern einem erst 19-jährigen Rotschopf. Jannik Sinner ließ „Oldie“ Philipp Kohlschreiber in dessen vielleicht letzten Match bei den Generali Open in der Gamsstadt keine Chance. Der junge Sextner feuerte aus allen Lagen und zog nach nur einer Stunde und sieben Minuten mit einem 6:3, 6:2-Triumph über den deutschen Wahl-Kitzbüheler in die zweite Runde ein.

Gesänge sind Balsam für die Seele
Schade ist nur, dass aufgrund der Corona-Bestimmungen nur maximal 1950 Zuschauer dem Supertalent aus Südtirol auf den Schläger schauen dürfen. „Der wird einmal ein ganz Großer“, hörte man immer wieder einige Zuschauer murmeln. Nicht auszumalen, welche südländische Atmosphäre die „Tifosi“ bei einem vollen Haus womöglich veranstaltet hätten. Doch in Kitzbühel jammert niemand. Alle sind froh, dass die gelbe Filzkugel überhaupt über das Netz fliegt und man nicht wie bei den US Open vor leeren Rängen spielen muss. Und die Gesänge der Sinner-Fans, die sogar noch bei der Niederlage von Lokalmatador Dennis Novak gegen den Deutschen Maximilian Marterer zu hören waren, waren doch irgendwie Balsam für die Seele der Tennis-Enthusiasten.

Youngster mit viel Humor
Freuen durfte sich aber auch Sinner über besondere Glückwünsche. Landsmann Paris war per Telefon direkt mit dem Center Court verbunden. Doch was der dreifache Hahnenkamm-Sieger genau gesagt hat, hat der Youngster nicht verstanden, wie er bei der Pressekonferenz gestand. „Er kommt ja aus einem anderen Tal, da redet man ein bisschen anders“, scherzte der Pusterer über den Dialekt des Ultners.

Foto: Samuel Thurner

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