„Sir Andy“ krönt sich endgültig zum Tennis-König

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Es war nicht das erwartete Endspiel-Drama, kein Krimi wie tags zuvor das Spiel Andy Murray gegen Milos Raonic und auch kein immer hochklassiges Match: Dennoch wird das diesjährige Finale der ATP World Tour Finals zwischen Murray und Novak Djokovic in die Annalen eingehen. Denn erstmals in der Geschichte ging es in der Londoner O2-Arena nicht  nur um den WM-Titel, sondern auch um die Nummer eins der Welt.

Djokovic wirkte im Finale verunsichert

Djokovic startete gut ins Match. Ließ seinem Gegner in den ersten beiden Servicegames keinen einzigen Punkt. Doch plötzlich geriet das Spiel des Serben ins Stocken. Der Schützling von Boris Becker schien im Vergleich zum glatten 6:1, 6:1-Sieg gegen Kei Nishikori im Halbfinale wie ausgewechselt. Der „Djoker“ wirkte verunsichert, überraschend viele Bälle landete im Aus. Am Ende standen sogar 30 ungezwungene Fehler zu Buche.

Triumph im ersten Masters-Endspiel

Murray hingegen musste eigentlich nur den Ball im Spiel halten. Den ersten Satz holte sich der Schotte nach einem Break mit 6:3 und legte auch in Durchgang zwei gleich mit einem Break nach. Die Gegenwehr der Nummer zwei der Welt schien gebrochen. Als „Sir Andy“ sogar noch ein Break nachlegte, setzte wohl niemand im ausverkauften Tennistempel nur noch einen Cent auf Djokovic. Als diesem aber ein Rebreak gelang, keimte zumindest bei den serbischen Fans wieder Hoffnung auf. Doch es war zu wenig. Nach einer Stunde und 43 Minuten durfte der Lokalmatador in seinem ersten Masters-Endspiel über das 6:3, 6:4 jubeln. King Murray beendet damit das Jahr als Nummer eins der Welt.

„Andy hat die Nummer eins verdient“

„Ein ganz spezieller Tag“, meinte der zweifache Olympiasieger. „Dass ich das Jahr als Nummer eins beende, hätte ich niemand erwartet.“ Und auch der entthronte Djokovic streute seinem Kontrahenten Rosen. „Andy hat die Nummer eins definitiv verdient. Er ist der bestes Spieler im Moment. Ich selbst habe gegen Ende des Matchs besser gespielt, aber die Steigerung kam zu spät.“

Gleich zwei Murrays beenden Jahr als Nummer eins

Freudestrahlend sah man nach dem Triumph ihres Sohnes auch Mama Judy Murray. Sie durfte aber nicht nur über den Sieg und die Spitzenposition von Andy jubeln. Auch ihr zweiter Sohn Jamie beendet das Jahr nämlich als Nummer eins – im Doppel mit Partner Bruno Soares.

Foto: instagram/Andy Murray (Screenshot)

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