Söderling muss harten Kampf aufgeben: Karriere-Ende!

Robin Söderling US Open Foto: Stefan Ruef

Er hat Rafael Nadal im Jahr 2009 dessen erste und lange Zeit einzige Niederlage im Sandplatz-Mekka von Roland Garros in Paris beschert und stand auf Platz vier der Tennisweltrangliste. Seit dem Juli 2011 fühlt sich Robin Söderling einfach nur schlapp. Kraftlosigkeit, Schwindelgefühle und Fieberschübe trieben den Schweden immer wieder zum Arzt. Diagnose: Söderling leidet am Pfeifferschen Drüsenfieber, einem chronischen Erschöpfungssyndrom. Nach viereinhalb Jahren Kampf, doch irgendwann auf die große Tennisbühne zurückzukehren, hat der zweimalige French-Open-Finalist nun die Hoffnung auf ein Comeback aufgegeben. In einem offenen Brief gab der 31-Jährige nun sein Karriere-Ende als Profi-Spieler bekannt.

„Ich bin nicht frisch genug“

„Ich werde wiederkommen, wenn ich zu 100 Prozent fit bin. Leider weiß ich nicht, wann das sein wird“, erklärte Söderling noch vor einigen Jahren. Doch der mühsame Weg zurück war offenbar zu steinig. „Da ich nicht die Schwere meiner Krankheit begriffen habe, habe ich den Fehler gemacht, weiter zu trainieren und mit Mononukleose im Körper an Wettkämpfen teilzunehmen, was bei mir zu einem Übertrainings-Syndrom geführt hat. Seitdem fällt es mir schwer, mich komplett davon zu erholen. Mit Mononukleose ist es unmöglich für mich, hundertprozentig zu trainieren. Ich musste mich nach physischen Übungen ausruhen. Während einiger Gelegenheiten fühlte ich mich so schwach, dass ich komplett bettlägerig war“, erklärte Söderling nun in dem Schreiben. Im Laufe der Jahre habe sich seine Gesundheit verbessert. „All die Jahre glaubte ich, dass ich im Tennis zur Spitze des Spiels zurückkehren sollte, aber nun habe ich begriffen, dass ich nicht frisch genug bin, um auf diesem Level Tennis zu spielen, was ich von mir selbst will.“

Pläne für die Zukunft

Trotz Karriere-Ende blickt Söderling in eine klare Zukunft. „Ich habe einen vollen Plan für die nächsten Jahre. In erster Linie habe ich meine wundervolle Freundin und zwei Kinder, mit denen ich sehr viel Zeit verbringe. Ich habe mein Projekt RS-Tennis gestartet, bei dem wir Tennisbälle und Tennisequipment produzieren. Dies läuft überraschend gut, und wir konnten den Verkauf in über 40 Ländern einrichten. Das ist etwas, wo ich nun in der Lage bin, noch mehr Zeit zu investieren und die Dinge zu verbessern und zu entwickeln.“

Laufbahn mit Turniersieg beendet

Immerhin ließ Söderling bei seinem letzten Turnier in Bastad sein Können aufblitzen und holte sich souverän seinen zehnten ATP-Titel. Somit beendete er mit einem Turniersieg seine Karriere. Ein Kunststück, das – neben Pete Sampras mit einem Sieg bei den US Open 2002 – mit Sicherheit nur den wenigsten Spielen geglückt ist.

Foto: Stefan Ruef

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