Stan zerstört Djokovics Traum vom Karriere-Grand-Slam

Stanislas Wawrinka Basel Foto: Samuel Thurner

Ob es schlussendlich an der viel diskutierten karierten Hose lag? Wohl eher nicht! Es war wohl vielmehr die Leistung von Stan Wawrinka, die dafür sorgte, dass bei den vergangenen elf French Open in Paris neben der spanischen Nationalhymne (neun Mal für Nadal) nur noch die der Schweizer erklang (2009 für Federer und 2015 eben für den Romand).

Djoker mit Tränen in den Augen

Mit einer Glanzleistung sorgte „Stan The Man“ dafür, dass der Traum des Karriere-Grand-Slam für den Serben platzte. Während der Schweizer in der Spielerbox mit seinem Trainerteam und Anhang seinen zweiten Grand Slam Titel nach den Australian Open 2014 feierte, saß Djokovic gedankenverloren auf seinem Stuhl und starte einfach ins Leere. Die Enttäuschung nach dem dritten verpassten Endspiel in Roland Garros war der Nummer eins der Welt ins Gesicht geschrieben. „Es ist nicht einfach für mich, jetzt etwas zu sagen. Glückwunsch an Stan, er ist der verdiente Champion“, streute der Serbe, nach minutenlangem Applaus und Tränen in den Augen, seinem Kontrahenten Rosen.

„Es war das beste Match meines Leben“

Der Schweizer war nach dem 4:6, 6:4, 6:3 und 6:4 Erfolg naturgemäß überglücklich und strahlte über beide Ohren. „Es war das Match meines Lebens. Gegen Novak ist es immer verdammt schwer. Er ist ein großartiger Champion. Es ist ein ganz besonderer Moment für mich“, so der Eidgenosse, der sich zudem über 1,8 Millionen Euro Preisgeld freuen darf.

Wawrinka wurde von Minute zu Minute stärker

Nachdem Djokovic in einem abwechslungsreichen Finale den ersten Durchgang nach 43 Minuten für sich entscheiden konnte, wurde „Stanimal“ von Minute zu Minute stärker und wurde immer mutiger. Doch erst beim Stand von 5:4 konnte Wawrinka seinen bis dato bereits sechsten Breakball nutzen und den Satzausgleich herstellen. Der Frust beim sonst stets gelassenen Branchenprimus war riesig. Er zertrümmerte sogar seinen Schläger. Der Schweizer spielte auf allerhöchstem Niveau weiter und riss die Zuschauer vor Begeisterung immer wieder von den Sitzen. Trotz einer kleinen Schwächephase im vierten Durchgang machte Wawrinka nach 3 Stunden und 12 Minuten mit einem Rückhand-Longline-Hammer seinen zweiten Triumph bei einem Major-Turnier perfekt.

Foto: Samuel Thurner

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