„Tennis-Ali“ biegt Aufschlagriese: Nun wartet Murray

Jo-Wilfried Tsonga (FRA), (Erste Bank Open 2016 in der Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger, 25.10.2016 Die Fotos sind zur redaktionellen Verwendung fuer die mediale Ankuendigung bzw. Berichterstattung ueber die Erste Bank Open 2016 in der Erste Bank Wiener Stadthalle freigegeben und stehen unter Angabe der Quelle und Urheberrechte (Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Name des Fotografen/Fotografin) ausschliesslich fuer diesen Zweck honorarfrei zur Verfuegung.

Nun steht das Finale der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle fest! Im großen Showdown prallen Andy Murray und Jo-Wilfried Tsonga aufeinander. Für beide geht es dabei um den zweiten Titelgewinn in Österreichs Hauptstadt. Tsonga hat das Turnier 2011 durch einen Finalerfolg über den Argentinier Juan Martin Del Potro gewonnen, Murray 2014 durch einen Endspieltriumph gegen David Ferrer. Im Semifinale hätte der Spanier die Chance auf einer Revanche gehabt, doch eine Verletzung im linken Bein stoppte den Titelverteidiger. Ein enttäuschter Ferrer gab seinen Rückzug aus dem Turnier auf dem Center Court bekannt: „Ich habe alles versucht, aber ich kann leider nicht spielen. Das ist natürlich sehr enttäuschend, aber ich hoffe, dass ich mich möglichst schnell erholen kann. Ich werde versuchen, positiv zu bleiben und nächstes Jahr wiederzukommen, meinte die aktuelle Nummer 19 der Welt.

Schotte hofft auf sein bestes Tennis

Ferrer konnte erst zum zweiten Mal in seiner langen Karriere zu einem ATP-Match nicht antreten, wobei der 34-Jährige bisher nicht weniger als 1024 Turnierspiele absolviert hat. Das Publikum bekam Andy Murray dennoch zu sehen. Er bestritt gegen Jürgen Melzer ein Match-Tiebreak, das der Schotte mit 10:6 gewann. Zudem absolvierte Murray auch noch ein kurzes Training auf dem Center Court. „Ich habe gewusst, dass David schon zu Beginn der Woche Probleme mit einer Verletzung hatte. Dann hatte er gestern ein sehr langes Match, das ist natürlich unglücklich für ihn. Es muss wirklich etwas Ernstes gewesen sein“, sagte Murray, der nun nach seinem bereits siebenten Saisontitel greift. „Ich bin motiviert, die Saison so stark wie möglich abzuschließen. Es ist gut, wieder in einem Finale zu stehen. Es war eine harte Woche, die ersten paar Matches waren schwierig. Aber jetzt habe ich die Chance, einen Titel zu gewinnen, und hoffentlich spiele ich mein bestes Tennis im Finale“, ergänzte der zweifache Olympiasieger.

Tsonga stand mehrfach mit dem Rücken zur Wand

Während ein Semifinale entfiel, entwickelte sich die Begegnung zwischen „Tennis-Ali“ Tsonga und dem kroatischen Aufschlaggiganten Ivo Karlovic zum erwartet spannenden Schlagabtausch, in dem der Franzose nach zwei Stunden und 34 Minuten und der Abwehr eines Matchballs mit 5:7, 7:5, 7:6 (6) das bessere Ende für sich hatte. „Ich bin wirklich glücklich. Wenn man in so einem Turnier vier Matches in Serie gewinnt, bedeutet das, dass man gutes Tennis gespielt haben muss. Das war heute ein spezielles Match. Ich bin einen Satz und ein Break zurückgelegen, doch dann hat er mich noch einmal in das Match zurückgelassen“, atmete der aktuelle Weltranglisten-15. nach der Partie tief durch. Vor allem im Tiebreak des Entscheidungssatzes stand Tsonga mit dem Rücken zur Wand, als Karlovic bereits mit einem Minibreak voran lag und mit eigenem Aufschlag auf 6:4 hätte stellen können. Bei 5:6 musste Tsonga sogar einen Matchball abwehren. „Das war wirklich extrem knapp. Ich habe fast jedes Tiebreak in der Vergangenheit gegen Ivo verloren“, sagte Tsonga, der in den direkten Duellen mit seinem Finalgegner Murray mit 2:13 zurückliegt.

Foto: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger

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