tennis-klatsch.com zu Besuch bei „Sportkind“ in Augsburg

Wer am Rand der Innenstadt von Augsburg vor einem schickem Altbauhaus steht, denkt eigentlich nicht in erster Linie an Tennis. Doch die Buchstaben „SK“, die vor dem Gebäude in dicken Lettern auf einer Art Werbesäule prangern, haben sich mittlerweile in der Tennisszene etabliert. tennis-klatsch.com ist zu Besuch bei der Bekleidungsfirma Sportkind. Nadine Lux, eine der beiden Inhaberinnen, führt uns in ihren Showroom. An den extrem hohen Wänden stehen schön sortiert unzählige Kleiderständer mit Shirts, Shorts, Tops und Röcken – in unendlich vielen Farben.

Aus Idee wurde ein Millionen-Geschäft
Dass aus ihrer Idee, ein Label zu gründen, in so kurzer Zeit ein Millionen-Geschäft geworden ist, hätten sich Lux und Geschäftspartnerin Gabi Windisch wohl nicht zu träumen gewagt. „Begonnen hat alles im Jahr 2009“, beginnt Lux ihre Geschichte zu erzählen, die sie wohl schon oft erzählt hat. Gabi Windisch, damals eine entfernte Bekannte, rief sie eines Tages an. „Ihre Kinder, damals sechs und acht Jahre alt, waren wie alle in der Familie begeisterte Tennisspieler“, erinnert sich die gelernte Modedesignerin und selbst Mutter von zwei Kindern. Doch es gab ein Problem: Es gab fast kaum bis gar keine Tenniskleidung, die den Sprösslingen passte. „Ich habe erst nicht wirklich verstanden, was Gabi von mir wollte. Ich dachte, ich sollte nur eine Kollektion entwerfen und das war’s“, lacht die heute 51-Jährige. Doch dann, nach erstes Skepsis, ließ sich Lux überzeugen und das Unternehmen begann Fahrt aufzunehmen.

Hunderte Pakete gehen pro Tag auf Reise 
Ein Jahr lang entwickelten die beiden Frauen ihre Idee, stecken ihr privates Geld in die Firma und tingelten von einer Messe zur nächsten, von einem Turnier zum anderen. Und es hat sich ausgezahlt. Hunderte Pakete werden mittlerweile täglich verschickt. Tendenz steigend. Und immer noch findet der Versand in den eigenen Büroräumen statt. „Mittlerweile haben wir um die 12 Mitarbeiter“, erzählt Lux weiter. Nur in ein paar ausgewählten Geschäften bekommt man die „Sportkind“-Artikel. „Früher haben wir bei großen Sportartikel-Ketten angeklopft, doch der Handel war an den Kollektionen wenig interessiert, weil die Produkte als zu beratungsintensiv galten. Heute möchten sie uns“, meint Lux stolz. Doch die Firma setzt vorwiegend auf den Online-Handel. „Wir haben mit unter 20 Prozent eine sehr geringe Retouren-Quote.“ Längst produziert die Firma, die auch Tommy Haas unter Vertrag hatte, nicht mehr nur Bekleidung für Kinder, sondern auch für Erwachsene.

Kleidung wird in Europa produziert
Nach wie vor bieten die beiden Geschäftsführerinnen selbst bei Turnieren wie etwa in Kitzbühel, Stuttgart oder Hamburg ihre Ware vor Ort an. „Kontakt mit unseren Kunden ist uns wichtig. Das Feedback, dass uns dort gegeben wird, ist äußerst wertvoll“, meint Lux. Denn die Qualität hat seit jeher Priorität. „Billigproduktionen in Asien waren für uns nie eine Alternative“, erklärt Lux. „Lediglich die Visors und Schweißbänder lassen wir dort produzieren.“ Der Rest wird in Slowenien, Serbien oder Portugal produziert. „Unsere Stoffe sind aus Polyamide, nehmen die Feuchtigkeit auf und transportieren sie vom Körper weg“, erklärt Lux. Die Artikel fühlen sich weich und angenehm an und sind vor allem für Allergiker bestens geeignet. Zudem enthalten sämtliche Produkte einen UV-Schutz.

Bald auch Schuhe von Sportkind?
Und das Label soll weiter wachsen. „Vielleicht gibt es ja bald auch Schuhe von Sportkind“, verrät Lux abschließend.

Fotos: Samuel Thurner (2), KTC (1)

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>