Terror-Angst vor Davis-Cup-Finale: Henman bleibt zu Hause

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Nach den grausamen Tagen von Paris mit 130 Toten und mehr als 350 Verletzten hat sich das Augenmerk nun nach Brüssel verlagert. In der belgischen Hauptstadt herrscht seit Tagen der Ausnahmezustand. Allein am Wochenende fanden an 19 verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen statt, 16 Personen wurden von Spezialeinheiten verhaftet.

Gastgeber Belgien zeigt sich zuversichtlich

Die Angst vor weiteren Terroranschlägen in Belgien könnte nun auch das Davis-Cup-Finale in Gefahr bringen. Andy Murray und das britische Team haben die Anreise nach Gent, rund 50 Kilometer von Brüssel entfernt, aus Sicherheitsgründen schon einmal verschoben. „Solange wir keine anderen Anweisungen bekommen, reisen wir nach Gent“, erklärte aber ein Offizieller des britischen Tennisverbandes dem „Guardian“. Der belgische Verbandschef Gijs Kokken zeigte sich gegenüber der „BBC“ zuversichtlich: „Man kann nicht vorhersagen, was als nächstes passiert, aber ich wäre überrascht, wenn wir das Finale absagen müssten.“

„Aufwand lohnt sich bei dem Risiko nicht“

Rund 1000 Tennisfans aus Großbritannien haben ihr Kommen in die rund 250.000 Einwohner zählende Stadt – die zweitgrößte in Flandern nach Antwerpen – angekündigt. Ein prominenter Fan wird seinen Landsleuten aber nicht wie geplant vor Ort die Daumen drücken – Ex-Profi Tim Henman. „Ich wollte eigentlich mit meinen drei Töchtern nach Belgien fahren, aber jetzt werden wir zu Hause bleiben“, zitiert der „Guardian“ die ehemalige Nummer vier der Welt. „Ich habe mich gefragt, ob sich der Aufwand bei all dem was derzeit abläuft wirklich lohnt.“

Foto: Stefan Ruef

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