Verletzten Zverev besiegt: 3. Paris-Halbfinale für Thiem!

Die Tennisfans bei den French Open in Paris sind nicht zu beneiden. Erst ließ Serena Williams wegen einer Brustmuskelverletzung das von vielen herbeigesehnten Diven-Duell gegen Maria Sharapova platzen, dann wurde die Begegnung zwischen Dominic Thiem und Alexander Zverev aufgrund einer Oberschenkel-Verletzung des Deutschen anstatt zum Genuss zur Qual.

Traumtennis im ersten Satz

Zu welch tollem Tennis die beiden Jungstars fähig sind, zeigten sie allerdings im ersten Satz. Die beiden legten los wie die Feuerwehr und schenkten sich mit Traumschlägen in Serie nichts. Dann holte sich der Österreicher das Break zum 4:3 und gewann den ersten Satz 6:4. Doch bereits im ersten Durchgang griff sich Zverev immer wieder auf den linken hinteren Oberschenkel.

Der Deutsche wollte nicht aufgeben

Nachdem der Schützling von Günter Bresnik auch im zweiten Satz mit einem Break 3:1 in Führung ging, bestellte die Nummer zwei des Turniers erstmals den Physio auf den Platz. Mit einem dicken Tapeverband mühte sich Zverev wieder auf den Platz, war aber sichtlich gezeichnet. Er zollte körperlich wohl den drei langen Fünf-Satz-Matches in den Runden zuvor Tribut und verlor Durchgang zwei mit 6:2. Doch aufgeben wollte der Deutsche sein erstes Viertelfinale bei einem Grand Slam Turnier wohl nicht. Doch er war chancenlos. Im dritten Satz gelang ihm bei 0:4 zwar noch das Ehrengame – mehr aber nicht. Nach einer Stunde und 50 Minuten durfte Thiem über den Einzug in sein drittes French Open-Semifinale in Serie jubeln.

Nun wartet der Sensationsmann

„Ein riesiger Erfolg für mich“, erklärte Thiem nach dem Match, „jetzt möchte ich den nächsten Schritt gehen und in Roland Garros endlich das Finale erreichen!“ Im Semifinale wartet am Freitag allerdings ein wohl an Selbstvertrauen strotzender Marco Cecchinato. Der Sensationsmann aus Sizilien, der bis Paris in seiner Karriere kein einziges Match bei einem Grand Slam Turnier gewinnen konnte, bezwang Novak Djokovic überraschend mit 6:3, 7:6 (4), 1:6 und 7:6 (11!). Die Nummer 72 der Welt ist damit der erste Italiener, der seit 40 Jahren in Paris im Halbfinale steht.

Foto: Samuel Thurner

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