Thiem: „Druck? Ich genieße, wenn Leute hinter mir stehen!“

An dem nach ihm benannten THIEMstag greift Dominic Thiem gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga in das Geschehen der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle ein. Vor dem Duell gegen den Wien-Sieger von 2011 sprach der aktuelle Weltranglisten-Fünfte bei einer Pressekonferenz über seine Vorbereitung auf das Heimturnier, die Erwartungshaltung seiner Fans und den Countdown bis zum ersten Aufschlag.

Bist du bereit für das Match gegen Jo-Wilfried Tsonga?
Ich hatte eine sehr gute Woche. Am vergangenen Mittwoch habe ich das erste Mal in der Stadthalle gespielt, danach hatte ich noch richtig gute Trainings. Jetzt wurde die Intensität runtergeschraubt und ich bin ready für das Match gegen Tsonga.

Wie stellst du dich auf Tsonga ein?
Ich habe schon sehr lange nicht mehr gegen ihn gespielt. Das letzte Mal muss 2016 in Indian Wells gewesen sein. Wir werden noch im Team darüber reden und ich werde mir ein paar Videos von Metz anschauen, wo er das Turnier gewonnen hat. Seine großen Stärken werden sich nicht großartig geändert haben: Starker Aufschlag und dann gleich Druck mit der Vorhand machen.

Deine Meinung zum Court in der Stadthalle?
Der Platz ist super. Er hat sich natürlich etwas verändert seit dem ersten Trainingstag. Der Boden ist etwas glatter geworden, aber es ist ein fairer Platz für alle – nicht zu langsam, nicht zu schnell und daher ziemlich ident im Vergleich zu den letzten Jahren.

Wirst du deine offensive Taktik beibehalten?
Ich bin in Asien sehr gut damit gefahren. Das Match gegen Tsonga wird ziemlich Aufschlag-lastig werden. Wir servieren beide ganz gut. Ich muss schauen, dass ich am Drücker bleibe und auch ein paar Punkte am Netz abschließe.

Deine Erinnerungen an das Turnier im vergangenen Jahr?
Das Turnier war letztes Jahr eigentlich auch ganz gut für mich. Kei Nishikori hat da im Viertelfinale beim Sieg gegen mich sehr gut gespielt. Letztes Jahr war sicher mein bestes Turnier hier in Wien. Ich werde mit jedem Jahr erfahrener und weiß besser, wann ich was machen muss, dass ich eben für das erste Match voll ready am Platz stehe. Wenn die Partie losgeht, muss ich zu 100 Prozent da sein. Das ist mir in Kitzbühel auch ganz gut gelungen.

Wie gehst du mit der Erwartungshaltung der Fans um? Kannst du das ausblenden?
Nein, ganz kann man die Erwartungshaltung der Fans nicht ausblenden. Meistens hilft die Unterstützung aber auch, um die letzten paar Prozent herauszukitzeln. Es ist etwas Wunderschönes, wenn so viele Leute hinter dir stehen. Ich genieße das.

Wie war die Planung der vergangenen Woche?
Es war alles sehr gut durchgeplant. Ich wusste schon letzten Dienstag, wie mein Zeitplan bis zum ersten Match aussieht. Ich wusste sogar, wann ich mit wem trainiere. Ich habe dann die Tage genauso durchziehen können.

Was ändert sich am Setup gegenüber den Matches im Freien?
Ich schaue, dass ich zwei Kilo in der Bespannungshärte raufgehe, weil es in der Halle durch das Publikum meist sehr warm ist. Das kann man nicht simulieren, aber ist bei den meisten Hallenturnieren so und deshalb habe ich da Erfahrung.

Wie ist dein Zeitplan bis zum Match?
Ich habe am Spieltag noch einmal ein Training am Center Court. Das Einschlagen ist da besonders wichtig. Sonst ist alles so, wie bei jedem anderen Turnier auch. Zwei, drei Stunden vor dem Match noch etwas essen – und dann geht’s los.

Welchen Stellenwert hat Wien im Herbst für dich?
Gemeinsam mit London hat Wien jetzt sicher den höchsten Stellenwert. Kitzbühel und Wien sind natürlich besonders wichtig für mich. Es sind meistens die einzigen zwei Wochen im Jahr, in denen ich zu Hause spiele. Es wäre eine große Enttäuschung, wenn es hier nicht gut laufen würde. Aber es kann natürlich auch das passieren, und ich möchte mir da nicht zu viel Druck auferlegen.

Foto: Bildagentur Zolles KG

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