Thiem feiert Auftaktsieg und trifft nun auf Angstgegner

Dominic Thiem hat am Dienstag einen erfolgreichen Start in der mit 9500 Zuschauern zum Bersten vollen Wiener Stadthalle hingelegt. Der Lokalmatador besiegte bei den Erste Bank Open in einem ebenso spannenden wie hochkarätigen Match Jo-Wilfrid Tsonga in einer Stunde und 59 Minuten mit 6:4, 7:6 (2). Damit gelang dem Weltranglisten-Fünften nicht nur der erste Sieg gegen den 34-jährigen Franzosen, sondern auch die Revanche für die knappe Viertelfinal-Niederlage 2013 in Wien. Ein wichtiger Baustein zum Erfolg war die Serviceleistung Thiems, der bei eigenem Aufschlag keinen einzigen Breakball seines Gegners zuließ. Der Niederösterreicher nahm seinerseits Tsonga im ersten Durchgang den Aufschlag zum 4:3 ab und servierte danach sicher aus.

„Bammel“ vor Tsonga gehabt
Obwohl sich Thiem auch danach einige Breakchancen boten, ging der zweite Satz ins Tiebreak, das der Österreicher klar dominierte. Unter dem tosenden Applaus des begeisterten Publikums verwertete Thiem gleich den ersten Matchball. „Das war sicher das beste Erstrundenmatch, das ich in meiner Karriere hier gespielt habe. Ich habe nach der Auslosung ehrlich gesagt ein bisschen ,Bammel‘ gehabt. Tsonga hat in Wien immer gut gespielt, einmal gewonnen und dreimal das Finale erreicht. Ich habe gewusst, dass ich von Beginn an voll da sein muss. Ich habe in den ersten Returngames kein Land gesehen. Das Break hat dann natürlich geholfen, und der Gewinn des ersten Satzes war sicher eine Erleichterung“, sagte Thiem, der nun am Donnerstag im Achtelfinale auf den Spanier Fernando Verdasco trifft, der gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili mit 4:6, 6:2, 6:1 gewann.

Gelingt erster Sieg gegen Verdasco?
In den direkten Duellen mit dem 35-jährigen Linkshänder mit aktueller Weltranglisten-Position 40 liegt der Österreicher mit 0:4 zurück. „Ich spiele eigentlich gerne gegen Linkshänder, aber halt nicht so oft. Er spielt von der Grundlinie gut, schnell und hat eine druckvolle, gerade Rückhand. Seine einzige Schwäche ist vielleicht, dass er sich nicht so gut bewegt, aber ich habe es bisher nicht geschafft, ihn laufen zu lassen. Das ist der Schlüssel, aber es ist schwer, dorthin zu kommen, weil er mit dem Aufschlag viel Dampf macht“, analysierte Thiem seinen nächsten Kontrahenten, gegen den er wieder auf die Unterstützung des Publikums baut. „Die Zuschauer waren der Wahnsinn. Bis auf 2011 war bei einem Erstrundenmatch von mir noch nie so viel los, aber damals sind die Leute ja nicht wegen mir gekommen“, spielte Thiem auf die Tatsache an, dass er damals in der Wiener Stadthalle der Auftaktgegner von Thomas Muster bei dessen Abschiedsvorstellung auf der ATP-Tour gewesen war.

Foto: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steige

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