Thiem holt gegen humpelnden Monfils ersten Masters-Sieg

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Nach der Niederlage im ersten Spiel der ATP Finals in London gegen Novak Djokovic konnte Dominic Thiem gegen Gael Monfils seinen ersten Sieg beim Masters einfahren. Der Österreicher gewann in einem nicht immer hochklassigen Match, das von Höhen und Tiefen geprägt war, nach einer Stunde und 29 Minuten mit 6:3, 1:6, 6:4.

Aufgabe von Monfils stand im Raum

Dabei begann der rot-weiß-rote Youngster gut in die Partie, nützte seinen ersten Breakball zum 4:2 und ließ sich den ersten Satz nicht mehr nehmen. Der „Tennis-Entertainer“ aus Frankreich wirkte angeschlagen, humpelte zwischen den Ballwechseln nur noch übers Feld und viele der Zuschauer wartet nur noch darauf, bis Monfils das Match aufgab.

Durchhänger wie gegen Djokovic in Satz zwei

Doch dazu kam es nicht! In den Ballwechseln wirkte der Franzose spritzig und gelenkig wie immer. „Man weiß bei ihm halt nie, wie man dran ist“, meinte Thiem nach dem Match, der sich von den „Humpeleien“ offenbar aus dem Konzept bringen ließ. Denn wie im ersten Match gegen Djokovic hatte der Niederösterreich im zweiten Satz plötzlich einen Durchhänger. Viele Fehler und manchmal zu viel Power sorgten dafür, dass Monfils vor knapp 14.000 Zuschauern den Satzausgleich schaffte.

Drei Doppelfehler im letzten Game

Der Entscheidungssatz stand lange auf Messersschneide, bis Monfils erneut für Kopfschüttern sorgte. Beim Stand von 4:5 aus seiner Sicht, servierte der Franzose plötzlich drei Doppelfehler und Thiem durfte jubeln. Nicht nur über den Sieg, sondern auch über 200 Punkte, womit er Rafael Nadal von Position acht verdrängt – vor allem für die Setzliste bei den Australian Open enorm wichtig.

„Endspiel“ gegen Raonic

Doch Thiem könnte noch viel mehr erreichen! Im „Endspiel“ am Donnerstag Abend um 20 Uhr Ortszeit (MEZ 21 Uhr) kämpft der Österreicher gegen Aufschlagriese Milos Raonic um den Einzug ins Halbfinale. Der Kanadier verlor nach Sieg gegen Monfils sein zweites Match gegen Djokovic in einem wahren Tiebreak-Krimi mit 7:6 (6) und 7:6 (5). „Seine Aufschläge sind eine riesige Gefahr. Es kann sein, dass man bei seinen Games öfters nur links und rechts geht. Da kann man nur dranbleiben und auf das Tiebreak hoffen“, meinte Thiem im Vorfeld.

Spielt Goffin statt Monfils letztes Spiel?

Für Monfils hingegen sind die ATP Finals vorbei. Im letzten Match gegen Djokovic geht es für den Franzosen nur noch um die goldene Ananas. Es wird sogar spekuliert, dass Monfils aus Verletzungsgründen gar nicht antritt und somit David Goffin zu seinem Debüt in der Londoner O2-Arena kommt.

Foto: Samuel Thurner

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