Thiem nach nur 20 Minuten im Halbfinale von Wien

Die 9600 Tennisfans in der ausverkauften Wiener Stadthalle freuten sich auf eine heroischen Kampf von Lokalmatador Dominic Thiem. Doch nach knapp 20 Minuten war die Vorstellung vorbei. Gegner Pablo Carreno Busta musste beim Stand von 0:5 wegen einer Rückenverletzung aufgeben. „Es tut mir leid für euch alle, die ihr ein tolles Match erwartet habt. Er hat mir beim Handshake gesagt, dass er Probleme mit dem Rücken hat. Das ist schade, aber so ist es eben – wir sehen uns morgen“, meinte die Nummer fünf der Welt beim Interview auf dem Center Court.

Show-Training mit Kumpel Novak
Der Niederösterreicher absolvierte unmittelbar nach dem jähen Ende der Partie gegen den Spanier noch ein 30-minütiges Schlagtraining mit Kumpel Dennis Novak. „Es ist immer unangenehm, wenn der Gegner w.o. geben muss. Es sind alle gekommen, um ein tolles Match zu sehen. Ich habe es ihm aber gleich beim ersten Game angesehen, dass er nicht fit ist. Das ist dann immer schlechter geworden und es war klar, dass er das Match nicht zu Ende spielen kann. Das war schade und hat mir für ihn und die Zuschauer leidgetan“, betonte Lichtenwörther bei der anschließenden Pressekonferenz, freute sich aber zugleich über den erstmaligen Vorstoß in die Vorschlussrunde bei den Erste Bank Open. „Es ist immer etwas Besonderes, etwas zum ersten Mal zu schaffen. Hier hat es noch mehr Gewicht, weil es mein Heimturnier ist und ich noch nie so weit gekommen bin“, so der Schützling von Nicolas Massu.

Nun wartet „Überflieger“ Berrettini
Thiem prallt nun im Halbfinale auf Matteo Berrettini. Der derzeit in Hochform spielende Italiener bezwang den Russen Andrey Rublev im ersten Viertelfinale des Tages mit 7:5, 7:6 (4). Gegen den Halbfinalisten der US Open erwartet Thiem eine „absolute Hammerpartie gegen einen Gegner, der in der Form seines Lebens spielt und noch gut im Rennen um die ATP-Finals ist“. Der 23-jährige Römer hat in der laufenden Saison die ATP-Turniere in Budapest und Stuttgart gewonnen und Thiem vor zwei Wochen im Viertelfinale des ATP-Masters-1000-Events in Shanghai bezwungen. In der dritten Runde der French Open 2018 in Paris hatte hingegen der Österreicher das bessere Ende für sich. „Berrettini hat einen starken Aufschlag und auch seine Vorhand ist eine der besten, die es derzeit auf der Tour gibt. Damit macht er unglaubliches Tempo. Ich muss also seinen Aufschlag entschärfen und seine Vorhand so gut es geht umgehen. Es werden einige wenige Punkte den Ausschlag geben. Der Schlüssel wird sein, wer die qualitativ besseren Returns reinspielt“, so Thiem.

Erstmals in den Top Ten?
Berrettini stellt sich im „Hexenkessel Wiener Stadthalle“ auf einen intensiven Schlagabtausch ein. „Ich habe gegen Dominic in Shanghai gespielt, das war wirklich hart. Er ist die Nummer fünf der Welt, also einer der Besten und spielt daheim in Wien. Das Publikum wird hinter ihm stehen und ihn voll unterstützen“, so der Italiener, der mit seinem guten Abschneiden in Wien am kommenden Montag erstmals in den Top Ten der Weltrangliste aufscheinen wird.

Fotos: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>