Thiem siegte in Wien erstmals gegen Angstgegner Verdasco

Vier Mal kam es bisher auf der ATP Tour zu einem Duell zwischen Dominic Thiem und Fernando Verdasco. Vier Mal ging der Spanier als Sieger vom Platz. Doch bei seinem Heimturnier in der Wiener Stadthalle gelang dem Österreicher nun der erste Triumph gegen seinen Angstgegner.

Nun wartet Carreno Busta
Nach einem etwas wackeligen Start und einem frühen Break zum 0:2 lief die von 9400 Zuschauern frenetisch angefeuerte Nummer fünf der Welt im weiteren Verlauf der Partie zur Bestform auf. Thiem gewann mit 3:6, 6:3, 6:2 und trifft nun im Viertelfinale auf Pablo Carreno Busta, der im Achtelfinale den Kasachen Mikhail Kukushkin mit 6:7 (3), 6:4, 6:1 bezwang.

Blütenweiße Weste gegen Spanier
Auf ATP-Ebene hat Thiem gegen die Nummer 34 im Ranking mit 6:0-Siegen eine blütenweiße Weste. Das bisher letzte Match gewann der Niederösterreicher erst vor zwei Wochen beim ATP-Masters-1000-Turnier in Shanghai. Ein Challenger-Finale 2013 in Como konnte hingegen der Spanier für sich entscheiden.

Bei eigenem Service unantastbar
Gegen Verdasco leitete nach dem Verlust des ersten Satzes ein Break von Thiem zum 3:1 im zweiten Durchgang die Wende ein. Danach retournierte der Lichtenwörther immer besser und war bei eigenem Aufschlag unantastbar. Im zweiten Satz gab er bei eigenem Service keinen einzigen Punkt ab, im dritten lediglich einen! Mit Breaks zum 1:0 und 3:0 im Entscheidungssatz bog Thiem endgültig auf die Siegerstraße ein und verwertete nach einer Stunde und 47 Minuten gleich den ersten Matchball zum umjubelten Sieg. „Im ersten Satz hat man gesehen, dass ich noch nie gegen ihn gewonnen habe. Das einzig richtig schlechte Aufschlaggame von mir war gleich das erste, da habe ich auch noch zwei Doppelfehler serviert. Dann bin ich aber besser in das Match reingekommen, habe gut aufgeschlagen und auch bei den Returngames meine Schläge besser eingesetzt. Das war am Ende auch der Schlüssel zum Sieg“, resümierte Thiem, für den auch der Heimvorteil eine entscheidende Rolle spielte.

„Muss aggressiv auf den Platz gehen“
„Ich habe bisher in Rio, Rom, Paris und Wimbledon gegen ihn gespielt, dort aber nicht mit dieser unfassbaren Unterstützung wie hier. Es hat mir sicher geholfen, dass da heute mehr als 9000 Leute hinter mir gestanden sind und ordentlich für Wirbel gesorgt haben“, meinte Thiem, der auch gegen Carreno Busta die volle Unterstützung des Publikums brauchen wird. „Seine Form ist derzeit sehr gut. Er ist wieder auf dem Weg zurück in die Top Ten (Carreno Busta war im September 2017 schon einmal Weltranglisten-Zehnter). Er hat keine Schwankungen in seinem Spiel und fightet voll vom ersten bis zum letzten Punkt. Ich muss vom ersten Ballwechsel an voll da sein und mit derselben Aggressivität auf den Platz gehen wie in den ersten beiden Runden gegen Tsonga und Verdasco“, weiß Thiem.

Foto: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Leo Hagen

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