Thiem und Djokovic verlieren gegen vermeintliche Nobodys

Während die Top-Favoriten Rafael Nadal und Roger Federer bei den Australian Open in Melbourne ohne gröberer Probleme ins Viertelfinale einzogen, müssen zwei, die zumindest für einige zum erweiterten Favoriten-Kreis gehörten, nach dem Achtelfinale bereits die Koffer packen. Denn vermeintliche Nobodys setzten sich durch.

Sandgren wirft nach Wawrinka auch Ösi raus

Einer dieser Spieler, die kaum einer am Radar hatten, ist US-Boy Tennys Sandgren. Der Mann aus Tennessee, der zuvor schon den wiedergenesenen Stan Wawrinka aus dem Turnier warf, kämpfte nun auch Dominic Thiem in fünf Sätzen nieder. Die Nummer 97 der Welt servierte vor allem bärenstark und war über weite Strecken der Begegnung einfach der bessere Spieler. Bereits in Satz vier hätte der Amerikaner das Match für sich entscheiden können. Doch der Österreicher wehrte mit einem sensationellen Rückhandwinner einen Matchball Sandgrens bei 5:6 im Tiebreak ab. Thiem rettete sich in Satz fünf. Doch der Außenseiter bewies Nervenstärke. Den vergebene Matchball schnell vergessen, schaffte der US-Boy bei 3:2 das vorentscheidende Break. Sandgren gab sich bei eigenem Aufschlag keine Blöße mehr und holte sich das Match mit 6:2, 4:6, 7:6, 6:7 und 6:3.

Erster Südkoreaner in Major-Viertelfinale

Im Viertelfinal wartet nun ein weiterer Sensationsmann. Der Südkoreander Hyeon Chung, der in Runde drei mit Alexander Zverev bereits de Nummer vier der Welt nach Hause schickte, setzte sich überraschend gegen Novak Djokovic durch. Der erst 21-Jährige ließ sich weder von der großen Kulisse in der Rod-Laver-Arena, noch von der Aura der ehemaligen Nummer eins beeindrucken. Chung gewann in einem etwas mehr als drei Stunden dauernden Krimi mit 7:6, 7:5 und 7:6. Dabei hätte es sich der Südkoreaner viel leichter machen können. In Satz eins vergeigte er fast eine 4:0-Führung, in Durchgang zwei gab er ein 4:1 fast noch aus der Hand. Der Traum vom siebten Australian-Open-Titel ist für den „Djoker“ damit geplatzt. Chung hingegen ist der erste südkoreanische Viertelfinalist in der Geschichte bei einem Major-Turnier. Für Tennisfans ist der Mann mit der stylischen Brille aber kein Unbekannter, gewann er doch im Herbst die Premiere der NextGenATP Finals in Mailand, die inoffizielle U21-WM.

Foto: Samuel Thurner

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