Thiem verliert auf Lieblingsbelag gegen Angstgegner Goffin

Mit einem perfekten Start in die europäische Sandplatz-Saison wollte Dominic Thiem in Monte Carlo ein Ausrufezeichen setzen. Nach Freilos in der ersten Runde und der Galavorstellung in Runde zwei gegen den Holländer Robin Haase sah auch alles danach aus, als ob der österreichische Jungstar an der Côte d’Azur erstmals in die Runde der letzten acht vordringen würde. „Domi ist momentan in einer körperlichen Top-Verfassung, da passt alles“, verriet Physiotherapeut Alex Stober der „Kronenzeitung“. Der im Fürstentum an Nummer sechs gesetzte Lichtenwörther fühlt sich offenbar ebenfalls blendend. „Bei den French Open in Paris habe ich im Vorjahr das Halbfinale erreicht, an diese guten Leistungen möchte ich auch in diesem Jahr anschließen.“ Auf Sand ist der Schützling von Günter Bresnik aufgewachsen, auf diesem Belag fühlt er sich am wohlsten.

Mehrere Chancen vergeigt

Doch nach einem abendlichen Besuch beim Champions League Spiel Monaco gegen Borussia Dortmund musste Österreichs Nummer eins einen herben Rückschlag hinnehmen. Im neunten Duell gegen seinen Kumpel und Angstgegner David Goffin setzte es beim Sandplatz-Klassiker in Monte Carlo die sechste Niederlage. Der Belgier gewann mit 7:6 (4), 4:6, 6:3 und fügte Thiem heuer die erste Niederlage auf seinem Lieblingsbelag zu. Dabei hatte der Niederösterreicher alle Chancen, erstmals ins Viertelfinale einzuziehen. In Satz eins vergeigte Thiem eine 5:3-Führung und musste anstatt auszuservieren das Rebreak hinnehmen. Auch im Entscheidungssatz führte die Nummer 9 der Welt bereits mit einem Break, gab aber eine 3:2 Führung aus der Hand und gewann zum Ärger von Coach Bresnik kein Game mehr.

Auf Belgier wartet nun Djokovic

Während Goffin nun im Viertelfinale auf Novak Djokovic trifft, der gegen Pablo Carreno Busta ordentlich kämpfen und ebenfalls über drei Sätze gehen musste, geht es für Thiem weiter nach Barcelona. Dann warten vor den French Open noch die beiden 1000er-Turnier in Madrid und Rom.

Auch Murray und Wawrinka raus

Dominic Thiem war aber nicht der einzige Top-10-Spieler, der in Monte Carlo bereits wieder die Koffer packen muss. Neben dem Österreicher verloren auch überraschend der schottische Weltranglisten-Erste Andy Murray und der Schweizer Stan Wawrinka ihre Achtelfinal-Matches. Murray gab im dritten Satz gegen den Spanier Albert Ramos-Vinolas sogar eine 4:0-Führung noch aus der Hand und unterlag nach zwei Stunden und 33 Minuten mit 6:2, 2:6 und 5:7. „So ein Spiel darf man nicht mehr verlieren“, meinte der enttäuschte Olympiasieger von 2012 und 2016. Der an Nummer drei gesetzte Wawrinka wurde von Pablo Cuevas sogar phasenweise vorgeführt und musste nach der 4:6, 4:6-Niederlage mit hängendem Kopf den Platz verlassen.

Nadal souverän weiter

Für einen anderen Top-Star könnte es in Monte Carlo hingegen nicht besser laufen. Rafael Nadal schoss den Deutschen Alexander Zverev mit 6:1, 6:1 regelrecht vom Platz und könnte im Fürstentum heuer seinen zehnten (!) Titel holen – wie übrigens auch bei den French Open in Paris.

Foto: Samuel Thurner

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