Thiem verpasste Auftaktsensation gegen Djokovic

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Zum Auftakt der ATP World Tour Finals in London lag tatsächlich eine Sensation in der Luft. Doch Dominic Thiem musste bei seinem Debüt schlussendlich doch noch dem fünffachen Masters-Champion Novak Djokovic klein beigeben.

Erster Satzgewinn im vierten Match gegen den Serben

Über 17.000 Fans staunten in der ausverkauften O2-Arena nicht schlecht, als der junge Österreicher dem Serben im ersten Satz an den Rand der Verzweiflung brachte. Sichtlich genervt lud der Weltranglisten-Zweite immer wieder seinen Frust bei den Ballkindern ab, wenn diese ihm nicht gleich das Handtuch brachten. Doch der Schützling von Boris Becker rettete sich gegen den vor allem stark aufschlagenden Thiem ins Tiebreak. In diesem gewann der Niederösterreich dank einige Rückhand-Winner endgültig die Gunst des Publikums. Angetrieben von „Jetzt geht’s los“-Schlachtgesängen der Handvoll Österreichischen Schlachtenbummler hatte der Schützling von Günter Bresnik bei 6:3 gleich drei Satzbälle in Serie – und zwei davon sogar mit eigenem Aufschlag. Doch plötzlich bekam der Niederösterreicher das berüchtigte „Zitterhändchen“. Er servierte gleich zwei Doppelfehler und musste plötzlich bei 8:9 selbst einen Satzball abwehren. Doch Thiem zog noch einmal den Kopf aus der Schlinge und verwertete seinen insgesamt siebten (!) Satzball. Thiem holte sich den ersten Satzgewinn gegen den „Djoker“ überhaupt, nachdem ihm dies zuletzt drei Mal verwehrt blieb.

Höchststrafe in Durchgang zwei

Doch der erste Durchgang kostete viel Kraft und Nerven. Thiem kassierte gleich zu Beginn ein Break und plötzlich spürte man die Leichtigkeit beim langjährigen Weltranglisten-Ersten. Nach nur 23 Minuten die Höchststrafe – Djokovic gewinnt Satz zwei mit 6:0.

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„Freue mich schon auf zweites Match“

Im Entscheidungssatz lief es wieder besser für Thiem. Doch der zwölffache Grand-Slam-Sieger spielte seine Routine gekonnt aus, holte sich ein Break zum 2:1 und ein weiteres zum 5:2. Das war’s! Nach zwei Stunden und zwei Minuten heroischem Kampf musste sich Thiem 7:6 (10), 0:6 und 2:6 geschlagen geben. „Ich denke es war ein gutes Match“, meinte Thiem unmittelbar nach der Niederlage noch auf dem Platz. „Nach dem ersten Satz habe ich ein wenig an Energie verloren, die man allerdings gegen Novak braucht. Es war jedoch eine unglaubliche Erfahren in diesem Stadion und vor diesem Wahnsinns-Publikum. Ich bin nun zwar etwas müde, freue mich aber schon auf mein zweites Match“, so die rot-weiß-rote Nummer eins.

Nun wartet Monfils auf den Österreicher

In diesem zweiten Match bekommt es Thiem übrigens mit dem Franzosen Gael Monfils zu tun, der in seinem ersten Match gegen Milos Raonic mit 6:3, 6:4 den kürzeren zog. Der Kanadier trifft auf Djokovic.

Trost von Star-Coach Mourinho

Dass Thiem nach seiner Auftaktpleite allerdings wieder Lachen konnte, lag vor allem an einem. Der ehemalige Chelsea-Coach Jose Mourinho, nun Trainer von Manchester United, spendete dem Edelfan der „Blues“ in den Katakomben Trost.

Fotos: Samuel Thurner

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