Thiem verteidigt an Cote d’Azur erstmals ATP-Titel

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Mission erfüllt! Dominic Thiem konnte erstmals in seiner noch jungen Karriere einen ATP-Titel verteidigen. Der Lichtenwörther gewann wie im Vorjahr das ATP-World-Tour-250-Turnier in Nizza.

Duell der Zukunft im Finale

Im Finale kam es zu einem Duell, das es in Zukunft wohl noch häufiger geben wird. Der Niederösterreicher bekam es nämlich mit dem deutschen Jungstar Alexander Zverev zu tun. Und dieser bewies von Anfang an, dass er sich – wie schon beim Drei-Satz-Sieg von Thiem vor wenigen Wochen bei den BMW Open in München – in seinem ersten ATP-Finale nicht kampflos geschlagen geben wird. Gleich zu Beginn kam Zverev zu zwei Breakchancen, konnte diese aber nicht nützen. Doch kurz darauf gelang ihm nach zwei Doppelfehlern von Thiem das Break zur 2:1-Führung. Offenbar der benötigte Weckruf für den Niederösterreicher. Dem Schützling von Günter Bresnik gelang nämlich das Rebreak zum 4:4 und er gewann schließlich nach einem weiteren Break den ersten Durchgang mit 6:4.

Zverev fehlte am Ende die Kraft

Doch Zverev ließ nicht locker und holte sich Satz zwei mit 6:3. Ein Kraftakt, der viel Substanz kostete. Substanz, die dem jungen Deutschen, der auf dem Weg ins Finale in jedem Match einen Satz abgeben musste und rund zehn Stunden am Platz stand (im Vergleich schoss Thiem seine Gegner mit einer Runde weniger in insgesamt drei Stunden vom Platz), im Entscheidungssatz fehlte. Im dritten Satz gelangen Zverev nur mehr fünf Punkte.

Nur noch Thomas Muster vor sich

Nach einer Stunde und 39 Minuten bejubelte Thiem nach dem 6:4, 3:6 und 6:0-Erfolg seinen insgesamt sechsten Turniersieg in seiner Karriere. Österreichs Nummer eins ist damit auf der ATP-Tour in der ewigen österreichischen Bestenliste alleiniger Zweiter hinter Thomas Muster mit 44 (!) Triumphen – und das mit gerade einmal 22 Jahren. Thiems Sieg in Nizza war übrigens der 68. Titel eines Österreichers im Profi-Tennis.

Foto: Samuel Thurner

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