Thiem zieht angeschlagenem Federer die Zähne

thiemmuc2

Spielt er, oder spielt er nicht? Das Gerücht rund um eine mögliche Aufgabe von Roger Federer vor der Achtelfinal-Partie gegen Dominic Thiem beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom hielt sich lange hartnäckig. Denn der Rücken, wegen dem der Schweizer unter anderem bereits für das Turnier in Madrid absagen musste, macht immer noch Probleme.

„Maestro“ verspielte Vorsprung in Satz eins

Doch der „Maestro“ stellte sich der Herausforderung, musste aber schließlich nach einer Stunde und 19 Minuten den Center Court im Foro Italico als Verlierer verlassen. Und das obwohl der 17-fache Grand-Slam-Sieger im ersten Satz sogar mit Break führte und beim Stand von 5:5 plötzlich zwei Breakchancen hatte. Doch der Niederösterreicher rettete sich ins Tiebreak und behielt dort mit 7:2 klar die Oberhand. Federer spielte zwar teilweise stark, es war aber für jedermann offensichtlich, dass der Eidgenosse weit von seiner Bestform entfernt war.

Schweizer hatte keine Antwort mehr

Im zweiten Durchgang versuchte die ehemalige Nummer eins der Welt die Punkte so kurz wie möglich zu halten, mussten dann aber doch das Break zum 2:3 hinnehmen und hatte danach keine Antwort mehr. Thiem siegte mit 7:6 (2) und 6:4. Federer war es offenbar egal: „Das Resultat hier ist für mich absolut zweitrangig. Ich weiss, dass ich das Turnier nicht gewinnen kann“, meinte er nach seinem Auftaktsieg gegen den Deutschen Alexander Zverev.

Zweiter Sieg gegen einen der „Big Four“

Der rot-weiß-rote Jungstar darf dennoch stolz sein, nach Rafael Nadal zum zweiten Mal in seiner Karriere einen Spieler aus den „Big Four“ geschlagen zu haben. „War heute schon eine gute Leistung, aber man hat doch gemerkt, dass Roger angeschlagen war. Nichtsdestotrotz war es keine leichte Aufgabe, er hat trotz seiner gesundheitlichen Probleme gefährlich gespielt. Meine Freude über den Sieg ist daher dementsprechend groß, es ist mein zweites Viertelfinale bei einem Masters“, schrieb Thiem auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Im Viertelfinale trifft er nun auf den Japaner Kei Nishikori, der sich gegen den Franzosen Richard Gasquet deutlich mit 6:1, 6:4 durchsetzte.

Nadal und Djokovic mit Startschwierigkeiten

Die italienischen Tifosi musste sich am Achtelfinaltag aber mehrfach die Augen reiben. Während am Grandstand der Spanier David Ferrer gegen Lucky Loser Lucas Pouille aus Frankreich sang und klanglos mit 6:4 und 6:1 unterging, mussten am Center Court zunächst Rafael Nadal gegen den Australier Nick Kyrgios und dann auch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci Überstunden machen. Beide verloren nämlich den ersten Satz. Der Spanier knapp mit 6:7 (3), der Serbe sage und schreibe mit 0:6. Doch beide setzten sich schließlich in drei Sätzen durch und treffen im Viertelfinale nun aufeinander. In diesem steht auch der Belgier David Goffin, der den Tschechen Tomas Berdych in nur 48 Minuten mit 6:0, 6:0 vom Platz schoss.

Foto: Samuel Thurner

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>